Autobahn A11
: Mann flieht bei Lanke vor Polizei – mehrere Anzeigen warten auf ihn

Mit einem gestohlenen Auto wollte ein 27-jähriger Mann vor der Polizei flüchten – das war aber noch längst nicht alles. Warum ihm jetzt massiver Ärger droht.
Von
Markus Pettelkau
Finowfurt
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Touristisches Hinweisschild an der Autobahn A11

Autobahn A11: Bei Lanke wurde der Autofahrer schließlich gestellt. Ihm werden mehrere Delikte vorgeworfen.

Sabine Rakitin
  • 27-Jähriger flieht auf A11 bei Lanke vor Polizei – Flucht endet bei Finowfurt.
  • Fahrer ohne Führerschein, positiv auf Drogen getestet, mutmaßliche Betäubungsmittel entdeckt.
  • Auto unbefugt genutzt – Strafanzeige wegen möglichem Diebstahl und weiteren Vergehen.
  • Zeuge meldete gefährliches Fahrverhalten, Fahrer rauchte offenbar Joint am Steuer.
  • Strafen: Bußgelder, Fahrverbot, Geld- oder Freiheitsstrafen für die begangenen Delikte möglich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Unter Drogen Auto fahren ist ein absolutes No-Go. Man gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer. Die Strafe dafür kann hart werden. Wenn man dann noch vor der Polizei flüchtet, sollte man einen guten Anwalt haben. Denn hier versteht die Polizei keinen Spaß.

In der Mittagszeit meldete sich am Sonntag (3.8.) ein Zeuge bei der Polizei, nachdem er während der Fahrt auf der A11 von der Uckermark in Richtung Barnim auf den Fahrer eines VW-Polos aufmerksam geworden war, der offensichtlich einen „Joint“ rauchte und den Wagen mehrfach fast in die Leitplanken gesteuert hätte. „Eine Streifenwagenbesatzung konnte den PKW auch ausmachen und wollte den Fahrer an der Anschlussstelle Lanke von der Autobahn lotsen“, berichtet die Polizeidirektion Ost.

Flucht auf der A11: Mehrere Anzeigen warten auf den Fahrer

Der Fahrer dachte aber gar nicht daran, anzuhalten. „Stattdessen missachtete er jegliche Aufforderungen und suchte stattdessen sein Heil in der Flucht. Die endete schließlich kurz vor der Anschlussstelle Finowfurt, wo das Fahrzeug dann doch gestoppt werden konnte“, so die Polizei.

So kam heraus, dass der 27-jährige Deutsche gar nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis war und tatsächlich mutmaßliche Betäubungsmittel bei sich hatte. Zudem zeigte ein Drogenschnelltest ein positives Ergebnis. Nach ersten Erkenntnissen war der VW von einem seiner Bekannten angemietet worden und der nunmehr Beschuldigte hatte sich „den Wagen ohne dessen Wissen einverleibt“. Er wird sich nun für das Ganze zu verantworten haben.

Eine Flucht vor der Polizei ist in Deutschland grundsätzlich keine Straftat, kann aber eine Ordnungswidrigkeit darstellen und zu einem Bußgeld von 70 Euro sowie einem Punkt in Flensburg führen. Wer unter dem Einfluss von illegalen Drogen am Straßenverkehr teilnimmt, begeht ebenfalls eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einer Geldbuße bis zu 1.500 Euro und einem Fahrverbot zwischen einem und drei Monaten rechnen.

Ein Autodiebstahl wird in Deutschland nach dem Strafgesetzbuch behandelt. Die Strafe kann eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe sein. Es gibt auch den Tatbestand des unbefugten Gebrauchs eines Autos, der mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe geahndet werden kann, wenn das Fahrzeug gegen den Willen des Eigentümers in Gebrauch genommen wird. Das Fahren ohne Führerschein ist in Deutschland eine Straftat und wird mit Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet. Die Höhe der Strafe hängt davon ab, ob der Fahrer vorsätzlich oder fahrlässig ohne Fahrerlaubnis gefahren ist.