Neun Baulose entsprechend der neun Ausbaugebiete, auch Cluster genannt, sind in der aktuellen Ausbaustufe enthalten. 36 Monate Bauzeit dauert es, bis für rund 26 Millionen Euro die Arbeiten abgeschlossen sein sollen.
Die Planungen dafür haben bereits Ende 2016 begonnen. Es dauerte, ehe der Förderantrag durch war, dann musste finanziell und planerisch nachjustiert werden. Ende Dezember dann konnte der Vertrag mit der Telekom als Partnerin unterschriftsreif auf den Tisch gelegt werden.
Nun beginnt es mit Cluster 1 – das sind Teile von Ahrensfelde mit Lindenberg und Neu-Lindenberg sowie Panketal mit Zepernick und Hobrechtsfelde. Im Amtsblatt wird im August veröffentlicht, wie der Ausbau im jeweiligen Ort vonstatten geht. Im September gehen dann Briefe an die Bewohner. Im März startet die Bauphase. Die Telekom legt das Glasfaserkabel kostenfrei an das Haus der Interessierten. Fibre to Home (FTTH) heißt das. Die Nutzer müssen später nicht mit der Telekom Verträge schließen, macht Benfer deutlich. "Es ist fast nicht glaubhaft, aber wahr", so der Amtsleiter.
Jeder Kunde vereinbart die Bauphase vertraglich mit der Telekom. Wer das jetzt verpasst, hat es später schwer, sich kostenfrei ans schnelle Internet anzuschließen, macht Benfer klar. Insgesamt 82 Gewerbestandorte, 38 Schulen und 4500 Haushalte des Barnims erhalten in dieser Stufe schnelles Internet. Insgesamt 160 Ausbaugebiete gibt es im Landkreis, die in die neun Cluster gefasst wurden. "Noch sind Details, wie es später weitergeht, unklar", sagt Wilhelm Benfer.
Cluster 2 umfasst Eberswalde, Britz, Chorin mit Golzow und Lichterfelde, das zu Schorfheide gehört. Dann sind Bernau mit den Ortsteilen und Teile des Bereichs Biesenthal-Barnim dran.
Als Cluster 3 hat die Telekom Waldfrieden, Wandlitz bis Klosterfelde und Lanke bis an Sophienstädt heran im Plan. Mit Niederfinow, Liepe und Oderberg geht es in das Cluster 4. Es folgen Joachimsthal, Althüttendorf, Teile des Amtes Joachimsthal und Britz-Chorin-Oderberg mit Lunow-Stolzenhagen als fünfte Ausbaustufe. Dazu gehören Friedrichswalde, Brodowin, Buchholz und Serwest.
Schorfheide und Marienwerder bilden Cluster 6, als Cluster 7 ist das Amt Biesenthal-Barnim inklusive Melchow, Sophienstädt und Ruhlsdorf dran. In der achten Stufe folgt Werneuchen mit den Ortsteilen Schönfeld, Wilmersdorf, Weesow, Löhme, Seefeld, Hirschfelde und Werftpfuhl. Klobbicke, Trampe, Tuchen und Hohenfinow bilden das letzte der neun Ausbaugebiete.
Nach diesen sogenannten weißen sollen später die grauen Flecken verschwinden. Das sind Gebiete mit mangelhafter Netzgeschwindigkeit. Auch die technisch mögliche Ertüchtigung der Kupferkabel spielt da rein. "Durch die Corona-Krise haben wir noch mehr verstanden, wie wichtig das Internet ist. Vom Homeoffice bis zur Visite über Computer wurde das Bewusstsein über Breitbandausbau sehr befördert", schätzt Benfer ein. "Jeder braucht es."