Drohung bei Eberswalde
: Rettungsdienst und Polizei verhindern Bluttat in Finowfurt

Im Schorfheider Ortsteil Finowfurt ist es zu einem schwierigen Einsatz der Polizei gekommen. Am Ende blieb es bei einer Gewaltandrohung. Was bisher über das Geschehen bekannt ist.
Von
Sven Klamann
Finowfurt
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Blaulicht-Alarm bei Eberswalde: Rettungsdienst und Polizei waren bei einem schwierigen Einsatz im Schorfheider Ortsteil Finowfurt gefordert.

Dennis Lloyd Brätsch (Symbolbild)

Zunächst hieß es am 12. November 2023 gegen 19.45 Uhr, im Schorfheider Ortsteil Finowfurt würde ein Pflegesohn seine Pflegeeltern mit dem Messer bedrohen. Vor Ort habe sich der Sachverhalt zwar anders dargestellt, sagt Roland Kamenz von der Pressestelle der Polizeidirektion Ost in Frankfurt (Oder). „Aber ich kann den polizeilichen Einsatz grundsätzlich bestätigen“, fügt der Sprecher hinzu.

Ein 23-jähriger Mann, der sich in einer psychischen Ausnahmesituation befunden habe, signalisierte nach Angaben aus der Pressestelle der Polizeidirektion, sich selbst mit einem Taschenmesser verletzten zu wollen.

Nach Drohung mit Messer: Weiterbehandlung des Mannes im Krankenhaus in Eberswalde

Durch die vor Ort tätigen Rettungskräfte und die Polizisten sei beruhigend auf den jungen Schorfheider eingewirkt worden, sodass dieser letztlich das Messer weggeworfen habe, ohne dass es Verletzte gab. Im Anschluss habe der 23-Jährige durch die Rettungskräfte behandelt werden können.

Der dramatische Einsatz in Finowfurt ist damit zu Ende gegangen, dass der Pflegesohn ins Martin-Gropius-Krankenhaus nach Eberswalde gebracht wurde, wo er seither medizinisch behandelt wird.

In diesem Fall konnte Selbstverletzung bzw. möglicher Suizid verhindert werden. Sollten Sie selbst das Gefühl haben, dass Sie Hilfe benötigen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die Ihnen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können. Auch im Chat oder via E-Mail finden Sie dort Unterstützung. Weitere Hilfsangebote gibt es bei der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.