Energie: Eberswalder besuchen ihr Blockheizkraftwerk

Experte: Martin Kleindl (l.) erläutert die Funktion des modernen Blockheizkraftwerkes Heegermühler Straße.
Matthias WagnerEinen Einblick in die Energiewelt von gestern, heute und morgen haben Besucher am Eberswalder Standort des Energieunternehmens E.dis Netz an der Alfred–Nobel–Straße im Technologie– und Gewerbepark Lichterfelde bekommen. Die Organisatoren hatten eine vielseitige Veranstaltung vorbereitet: "Wir wollten uns ein bisschen hinter die Kulissen schauen lassen“, sagte Brenda Schulz, Referentin für Kommunalmanagement der E.dis. Vor Ort konnte unter anderem ein Kabelmesswagen besichtigt werden, Monteure stellten ihre Arbeit vor. Partner des Unternehmens wie das THW und die Störungsbeseitigungsfirma Spie präsentierten sich ebenfalls.
E.dis beschäftigt in Eberswalde rund 20 Mitarbeiter. Das Unternehmen bildet auch selbst aus. Auch dazu gab es umfangreiche Informationen. Und damit das nicht nur Marketing und Theorie blieben, fuhr stündlich ein Shuttle–Bus in die Heegermühler Straße 45A, um dort einen Blick auf ein sogenanntes Blockheizkraftwerk zu ermöglichen.
Martin Kleindl von E.dis therm erläuterte im Keller des Hauses die Funktionsweise und technische Details einer hochmodernen und äußerst kompakten Heizanlage, die gleich mehrere Wohnblöcke mit Wärme versorgt. „Insgesamt 12 000 Quadratmeter werden beliefert“, so Kleindl. Mit nur sieben bis neun Prozent Ver–lustenergie liegt der Wirkungsgrad auf extrem hohem Niveau, was nicht zuletzt auch ein guter Beitrag zum Klimaschutz sei.
Drei Blockheizkraftwerke
In Eberswalde sind zurzeit drei solcher Anlagen in Betrieb. Neben dem Standort Heegermühler Straße befinden sich weitere in der Schicklerstraße und in der Walter–Kohn–Straße.
Auch sonst versucht E.dis im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu punkten: So soll beispielsweise bis 2025 der gesamte Fuhrpark komplett auf Elektromobilität umgestellt werden, wie Rainer Marten, Leiter Netzkundenbetreuung für den Bereich Ost Brandenburg in Aussicht stellte.