Erfolglose Suche
: Stand-Up-Paddlerin am Üdersee im Barnim weiterhin vermisst

Seit Sonnabendnachmittag wird eine 67-jährige Frau vermisst, die mit einem Stand-Up-Board auf dem Üdersee unterwegs war.
Von
Hans Still,
Marco Marschall
Werbellin
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Feuerwehrleute suchen eine 67-jährige Frau, die vermisst wird, nachdem sie mit einem Stand-Up-Board auf dem Üdersee (Barnim) unterwegs war.

Bernau-Live

UPDATE, 24.05.2020, 19 Uhr: Bis Sonntagabend ist die Suche nach der vermissten Frau erfolglos geblieben. Die Frau hatte sich am Sonnabend im gemeinsamen Sommerhaus mit einem Board fürs Stand-Up-Paddling von ihrem Mann verabschiedet. Das Board wurde später am Ufer des Sees aufgefunden und die Vermisstenmeldung ausgelöst. Seit Samstagnachmittag wurde unter Einsatz von vier Booten nach der Verschwundenen gesucht, die Suche gegen 22 Uhr aber wegen Dunkelheit abgebrochen.

Hubschrauber über dem See

Auch am Sonntagvormittag haben sich zahlreiche Einsatzkräfte an der Badestelle im Wald hinter Werbellin eingefunden, um ihre Arbeit fortzusetzen. Die Altenhofer Feuerwehr ist erneut mit dem Boot vor Ort. Auch die Werbelliner Feuerwehr unterstützt die Aktion. Schon am Vortag hatte der Hubschrauber mit der Wärmebildkamera den fünf Kilometer langen See abgeflogen. Taucher kamen zum Einsatz, genau wie ein mit Sonargerät ausgestattetes Boot der Feuerwehr aus Ladeburg. Gefunden aber wurde niemand. „Der See ist sehr verkrautet, viel Schlick, viel Schlamm“, sagt ein Feuerwehrmann aus Altenhof am Sonntag. Da sei es nicht leicht jemanden zu finden.

An der Suchaktion beteiligt sind auch die Wasserwacht Templin und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aus Hennigsdorf mit ihrer Rettungshundestaffel. Die dreijährige Weimaraner-Hündin Lotte geht am Sonntag als erster Vierbeiner aufs Boot. Sie ist einer von zwei Wasserortungshunden, die an diesem Tag zum Einsatz kommen. Der zweite ist ein Labrador. Beide, so meint Staffelleiterin Sandra Habeck, seien die einzigen geprüften Wasserortungshunde im Raum Berlin und Brandenburg. „Sie riechen vor allem die Zersetzung“, meint sie. Natürlich könnten die Hunde aber auch lebendige Personen finden. Zusätzlich zu den Hunden auf dem Boot, geht die DLRG den Uferbereich des Sees mit einem Flächensuchhund, ein Border Collie, ab.

Wenn die Badesaison begonnen hat, wird das Team mit den Hunden verstärkt angefordert, doch gab es seit Dezember bereits vier Einsätze für sie. Auch bei der Suche auf dem Grimnitzsee bei Joachimsthal am ersten Adventswochenende im vergangenen Jahr war die Staffel dabei. Damals war ein 47-jähriger Mann nach einem Kajakausflug verschwunden. Lediglich das Boot wurde im Uferbereich des Sees entdeckt. Die Personensuche aber blieb erfolglos und wurde nach mehr als einer Woche eingestellt. Im Üdersee selbst hatte es erst im vergangenen September einen Leichenfund gegeben. Dabei handelte es sich um einen 60-jährigen Schorfheider, der offenbar im See gebadet hatte und ebenfalls als vermisst gemeldet worden war. Anfang Mai war ein 54-jähriger Mann aus Eberswalde nach einem Angelausflug tot im Parsteiner See aufgefunden worden.

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