Gerätselt
: Quizmania auf dem Dorf

Diesmal hat der Deutsche Quiz-Verein ins Lichterfelder Gasthaus eingeladen
Von
Kuba Kruszakin
Lichterfelde/Schorfheide
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In Rätseln versunken: Adina Hinneberg (l.) und ihr Ehemann Falk (gegenüber) finden sich in guter Gesellschaft anderer Rate-Begeisterter wieder.

Kuba Kruszakin

Beim Wort „Quizturnier“ scheinen die meisten an teure Shows in üppig ausgestatteten Fernsehstudios und zunehmend ausgefallene Formate zu denken. Dass dies nicht nötig ist, um Spaß zu haben, beweist der Deutsche Quiz-Verein (DQV), der inzwischen über eine Außenstelle in Eberswalde verfügt und am vergangenen Sonnabend ein kleines Turnier in Lichterfelde veranstaltete.

Kurz nach 16 Uhr kommt die beschauliche Runde in „Oma’s Speisekammer“ zusammen. Die Anwesenden unterscheidet vieles, doch es gibt eine prägnante Gemeinsamkeit: die Leidenschaft für Rätsel und Quizsendungen. Für Hannelore Heydick begann sie beispielsweise 1999 mit „Wer wird Millionär“. Von der Veranstaltung erfuhr sie aus der Zeitung: „Dann habe ich mir gedacht, ob ich mein Enkelkind anspreche, damit er sich ansehen kann, wie es hier läuft.“ Das Ehepaar Falk und Adina Hinneberg, die „Quizmaster“ des Abends, darf es freuen. Auch sie begeistern sich für Quizsendungen im Fernsehen: „Wir gucken jede Sendung, wo gequizzt oder geraten wird und rätseln gerne mit.

Irgendwann haben wir durch Zufall vom Deutschen Quiz-Verein gehört, sind auf dessen Homepage gegangen und haben geguckt, wo die Standorte und Treffen sind“, erzählt Adina Hinnberg. Anfangs spielten sie in Berlin, doch irgendwann wurde ihnen die Hauptstadt zu weit. „Dann bot sich Eberswalde als neuer Standort an.“ In Lichterfelde seien sie nur ausnahmsweise, sonst treffe sich der Quiz-Verein in der Kreisstadt.

„Es gibt immer drei Runden, angefangen mit dem Spezialcup“, erklärt Ehemann Falk. Dabei müssen die Teilnehmer 60 Fragen zu einem bestimmten, monatlich abwechselnden Schwerpunkt in 30 Minuten beantworten – diesmal sind es Kunst und Kultur. Danach komme der Deutschlandcup mit zehn Fragen zu je zehn komplett verschiedene Kategorien, für den insgesamt 60 Minuten benötigt werden. Am Ende folge der Städtecup, bei dem man nicht mehr gegeneinander, sondern gemeinsam mit anderen vor Ort gegen übrige Standorte spiele.

Neben leichten Fragen über Banksy, den unrühmlichen „X-Run“ oder aktuelle Politik gibt es auch Fragestellungen für echte Experten – die Herausgeforderten müssen beispielsweise wissen, wie  man den Stil der Landschaftsmalerei von Max Sievogt, Louis Corinth und Max Liebermann bezeichnete. Die Teilnehmer geraten mehrmals ins Stocken – und haben trotzdem Spaß. „Hier kann man sich nicht blamieren“, sagt Adina Hinneberg.