Große Übung im Barnim: Landkreis kündigt Einsatzübung an, sagt aber nicht wo

Rettungswagen und Feuerwehr bei einem Unfall im Landkreis Barnim. Gut koordiniertes Zusammenarbeiten ist bei der Rettung von Menschenleben wichtig. Im Barnim steht deshalb eine Übung an. (Archivbild)
Stephan BackertBeim Retten von Menschenleben geht es um die richtige Entscheidung, oft innerhalb von Sekunden. Überall im Barnim, ob an den Schiffshebewerken in Niederfinow oder im Holland-Park in Panketal, müssen Rettungskräfte in kurzer Zeit einsatzfähig sein. Die sogenannte Hilfsfrist beträgt in Brandenburg 15 Minuten.
In dieser Zeit müssen Einsatzkräfte vor Ort sein. Nach Angaben von Robert Bachmann, Pressesprecher des Landkreises, findet am Sonnabend (21.10.) eine großangelegte Übung für verschiedene Einheiten im Rahmen des Katastrophenschutzes statt. „Um eine realistische Übungslage zu gewährleisten, werden die Fahrzeuge der haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte unter Nutzung von Sonder- und Wegerechten zum Übungsort fahren“, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises.
Sonderrechte für Rettungsfahrzeuge
Sonderrechte für Rettungsfahrzeuge sind in der Straßenverkehrsordnung (StVO) geregelt. Darin heißt es in Paragraph 35a: „Fahrzeuge des Rettungsdienstes sind von den Vorschriften dieser Verordnung befreit, wenn höchste Eile geboten ist, um Menschenleben zu retten oder schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden.“ In der StVO ist ebenfalls die Nutzung des blauen Blinklichts geregelt. „Blaues Blinklicht zusammen mit dem Einsatzhorn darf nur verwendet werden, wenn höchste Eile geboten ist, um Menschenleben zu retten oder schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden, eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung abzuwenden, flüchtige Personen zu verfolgen oder bedeutende Sachwerte zu erhalten“, heißt es im Paragraph 38.
Auf Nachfrage teilte Robert Bachmann mit, dass die Verantwortlichen für die Übung bewusst entschieden haben, Details, etwa zum Übungsort, nicht vorab bekannt zu geben. Der Landkreis bittet die Einwohnerinnen und Einwohner um Verständnis, dass es zwischen neun und zehn Uhr verstärkt zum Einsatz von Blaulicht und Einsatzhorn kommen wird. Die Integrierte Regionalleitstelle Nordost will ab neun Uhr über die Warn-App Nina über das Geschehen informieren.

