Kampfsport: Fahrkarten für Europa gelöst

Neue Aufgaben warten: Bruno Bohn
Dirk SchaalDer langen Anreise der Barnimer folgte zuerst das Wiegen, um danach beim Abendessen nicht auf das Gewicht achten zu müssen.
Am ersten Wettkampftag mussten die Jugend A und B nach der feierlichen Eröffnung durch den Präsidenten der WAKO Deutschland, Jürgen Schorn, und Norbert Tessmer, Oberbürgermeister der Stadt Coburg, beginnen.
Luca Pioch musste als erster Eberswalder auf die Matte und kämpfte bis 47 kg, Jugend B, Pointfight (PF). Er schaffte es bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft bis ins Viertelfinale, wo er ausschied.
Florentina Hoffmann startete in der Klasse bis bis 42 kg, PF, Jugend B. Im Halbfinale war für sie Endstation, doch mit Bronze kann sie zufrieden sein.
Die Eberswalderin Anastasia Hoffmann zeigte sich souverän in der Klasse über 47 kg, PF, Jugend A. Sie ist Mitglied im Deutschen National-Team der WAKO und konnte auch in Coburg überzeugen. Selbst im Finale war sie nicht zu bezwingen und holte sich überlegen den Deutschen Meistertitel.
Als letzter Barnimer des ersten Kampftages musste Mino Miguhel Miserius auf die Matte der Klasse bis 37 kg, PF, Jugend A. Gleich doppelt war er gefordert. Für Mino ging es nicht nur um die DM, sondern auch um die Nominierung für das National-Team der WAKO Deutschland und die Teilnahme an der Europameisterschaft. Der Eberswalder zeigte wieder seine Nervenstärke und kämpfte sich überlegen bis ins Finale. Das wurde zu einem Nervenkrimi, den Mino am Ende gewinnen konnte. Somit sicherte er sich mit dem Meistertitel einen Platz im National-Team und die Fahrkarte zur EM 2019.
Am zweiten Kampftag musste Bruno Bohn auf die Tatami. Auch für ihn ging es um mehr als nur die Deutschen Titelkämpfe. Er spekulierte mit einer Nominierung in das Auswahlteam zur EM. Der Eberswalder zeigte eine eindrucksvolle Leistung und kämpfte sich so bis ins Finale vor. Auch da war er nicht zu stellen und gewann die Deutscher Meisterschaft. So wird er auch mit dem National-Team die Reise zur Europameisterschaft antreten.
Der Eberswalder Trainer Ricardo Kremps war mit den gezeigten Leistungen hoch zufrieden. Nun geht es für fast alle in die Sommerpause, nur die Auswahlkader bereiten sich auf bald kommende Aufgaben vor.