Seit Donnerstag sind die Waldstadt Eberswalde und Chorin um ganz besondere und für alle zugängliche Kunstwerke reicher: Zum „World-Earth-Day“ wurden drei Klimastämme aufgestellt. Diese Kunstwerke aus einer abgestorbenen Eiche aus der Region weisen künftig auf die Bedeutung der Bäume für die Erde und das Klima hin. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) Brandenburg hat das Projekt mit Unterstützung des Landesbetriebs Forst Brandenburg (LFB) und der Zertifizierungsorganisation PEFC unterstützt. Diese Klimastämme veranschaulichen die Auswirkungen des Kohlendioxid-Ausstoßes auf verschiedene Lebensbereiche.

Zweifacher Motorsägen-Weltmeister hat sie geschnitzt

Gleichzeitig zeigen sie, wie lange ein Baum braucht, um diese CO2-Menge durch sein Wachstum zu speichern und wie nachhaltige Forstwirtschaft und die Holzverwendung dazu positiv beitragen können. Der zweifache Weltmeister im Motorsägen-Kunstschnitzen Florian Lindner hat die Stämme gestaltet. Als Sitzbänke am Baumlehrpfad am Kloster Chorin, auf dem Waldcampus Eberswalde und am LFB-Dienstsitz laden sie zum Verweilen ein.
Die Klimastämme in Eberswalde und Chorin reihen sich damit ein in eine überregionale Aktion, die bereits in Bonn und Wernigerode auf viel Zuspruch gestoßen ist. Die erfolgreiche Zusammenarbeit der drei Projektpartner soll über dieses Jahr hinaus fortge­setzt werden, um weitere Klimabänke in Brandenburg aufzustellen.

World Earth Day hat seinen Ursprung in den USA

Der Tag der Erde/World-Earth Day entstand 1970 als spontane Studierendenbewegung in den USA. Der 22. April ist seitdem ein weltweit begangener Umwelt-Aktions-Tag von Verbänden, Organisationen, Wissenschaft, Medien und vielen für die Umwelt Aktiven. Er weist auf eine stärkere Wertschätzung der Umwelt und einen kritischen Umgang mit dem Konsumverhalten und dessen Auswirkungen hin.