Klimawandel
: Projektwoche in Eberswalde

Die Kinder der Freien Montessorischule in Eberswalde beschäftigen sich eine Woche mit dem Thema Klimawandel und was man dagegen tun kann.
Von
MOZ
Eberswalde
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Klima: Amali und Dorothea bemalen ein Transparent für die Fridays for Future Demo  mit dem Spruch "DIe Dinos dachten auch, sie hätten noch Zeit". Silvan Hild hilft ihnen.

MOZ/Thomas Burckhardt

Wohin mit dem ganzen Müll und woher kommt überhaupt unsere Nahrung? Fragen, mit denen sich die Schüler der Freien Montessorischule Barnim diese Woche beschäftigen. „Unsere Schüler haben sich gewünscht, dass wir eine Projektwoche Umwelt veranstalten“, erklärt Schulleiter Dirk Seifert. Die Schüler, oder vielleicht doch eher deren Eltern oder die Lehrer? Das Thema Natur und Umwelt beschäftige die Schule schon in den gesamten 22 Jahren ihres Bestehens und die Schüler hätten bereits ein Gespür dafür, macht Seifert deutlich, dass die Kinder nicht von anderer Seite instrumentalisiert werden. „Kinder haben ein Recht auf ihre eigene Meinung und auf Mitgestaltung“, so der Schulleiter.

Ihm und seinen Kollegen käme es auch immer darauf an, die Kinder nicht einseitig, sondern reflektiert zu informieren, damit sie sich auch eine eigene Meinung bilden könnten. „Als Greta Thunberg immer öfter im Fernsehen zu sehen war, kamen die Schüler auf uns zu“, erläutert Seifert, wie es zu der Projektwoche kam.

„Aus den Themen, die vorgeschlagen wurden“, wählten die Kinder diejenigen aus, die sie behandeln wollten“, erklärt auch Ulrike Amrehn, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Jeannette Schramm die Projektwoche vorbereitet hat. Dazu begrüßten die Kinder auch mehrere Gäste. Etwa Lars Schmidt, Vater eines Kindes an der Schule. Er hielt einen Vortrag zum Thema Klimawandel und Brände am Amazonas. Selina Demi, Studentin der HNE und Aktivistin bei Fridays for future, berichtete über die Arbeit der Bewegung. Am Donnerstag kamen Silvan Hild, Susanne Gropius und Laura Hüneburg von der Greenpeace–Ortsgruppe Eberswalde, um über die Umweltschutzorganisation zu informieren und mit den Kindern Transparente zu gestalten für die Demonstration, die heute zum Weltklimatag auch in Eberswalde stattfindet.

Klimaschutz ist nicht einfach

Dabei ist Klimaschutz gar nicht immer so einfach. Jaro (zwölf Jahre alt), Mouna, Lenka und Ella (alle zehn) besuchen auch die Montessorischule. Natürlich möchten sie etwas für den Klimaschutz tun, geflogen sind aber auch schon einige von ihnen. „Das war cool“, erzählt Ella. Und Jaro möchte unbedingt mal fliegen. Sie wissen aber alle, dass das nicht gut ist für das Klima. „Es geht bei der ganzen Debatte nicht darum, mit dem Finger auf andere zu zeigen“, sagt Silvan Hild dazu. Den Menschen, der alles richtig mache, gebe es eh nicht. Aber natürlich solle jeder sein eigenes Verhalten hinterfragen und überlegen, ob er das ein oder andere anders machen könnte.