Klinikum Berlin-Buch: Bauern aus Brandenburg sammeln Spenden für krebskranke Kinder

Eine echte Attraktion geworden: die Traktoren-Parade vor dem Klinikum in Berlin-Buch in der Vorweihnachtszeit. Organisiert von Bauern aus Nordost-Brandenburg. Am 30. November findet die fünfte Auflage statt.
Christian Strehlow- Am 30. November findet in Berlin-Buch die fünfte Lichterfahrt für krebskranke Kinder statt.
- Organisiert von Landwirten aus Barnim, Uckermark und Märkisch-Oderland, mit geschmückten Traktoren.
- Die Aktion entstand während der Corona-Pandemie und bringt Freude und Spenden.
- Alpakas sind Teil der Parade, die Kinder verzaubert.
- Spenden und Freiwillige für die Absicherung werden noch gesucht.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Bauern können nicht nur Protest. Sie können natürlich Landwirtschaft. Und sie können Freude schenken. Genau das ist das Anliegen der Lichterfahrt am 30. November zum Helios-Klinikum Berlin-Buch. Es ist bereits die fünfte Trecker-Parade, die die „Bauern mit Passion“ aus der Region veranstalten. Die Landwirte aus Barnim, Uckermark und Märkisch-Oderland wollen vor allem den kleinen Patienten der dortigen Kinderstationen, darunter insbesondere der Kinderkrebsstation, ein Lachen schenken, sie verzaubern und Wünsche erfüllen. Das ist ihre Passion, ihre Leidenschaft.
Entstanden war die Idee während der Corona-Pandemie, als Patienten in den Krankenhäusern kaum oder gar keinen Besuch empfangen durften, als die Kontakte drastisch eingeschränkt waren. Ebenso wie die Bewegung. „Trotzdem oder gerade deshalb wollten wir Kinderaugen zum Glänzen bringen“, erzählt der Serwester Mirko Nüske, Vorsitzender des Vereins „Bauern mit Passion“.
Seine Frau Ulrike und er betreiben seit neun Jahren in dem Choriner Ortsteil einen Alpaka-Hof. „Wir haben Traktoren, die wir schmücken können. Wir halten den Mindestabstand ein …“ Und so startete 2020 vor Weihnachten – nach nur vierwöchiger Vorbereitung - die Premiere. Vorbild für die Parade waren eine ähnliche Veranstaltung in Nordrhein-Westfalen sowie die Weihnachtsparade der Freiwilligen Feuerwehr Zepernick.
Auch Alpakas vom Serwester Hof sind mit von der Partie
Inzwischen sei die Trecker-Parade auf mehr als zwei Dutzend Teilnehmer bzw. Traktoren gewachsen, so Nüske, der mit seiner Frau zu den Hauptorganisatoren zählt. Die Fahrzeuge seien mit Lichterketten ausgestattet.
Und hätten sich zu einer echten Attraktion vor dem Klinikum im Advent entwickelt. Teil der Parade seien neben den Bauern und ihren PS-starken Fahrzeugen auch zwei oder drei Vierbeiner, nämlich Alpakas vom Hof der Nüskes. Die Tiere, so die Erfahrung der Hof-Inhaberin, würden schnell die Herzen der Kinder erobern.

Lichterfahrt: Mit den festlich geschmückten Traktoren bringen die Landwirte die Augen der kleinen Patienten wie auch der Mitarbeiter zum Leuchten.
Christian StrehlowSo wie die Organisation derweil „Hand in Hand geht“, wie Mirko Nüske sagt, sei im Laufe der Zeit auch die Spendenbereitschaft in der Region gewachsen. Längst nicht nur Landwirte beteiligen sich an der Aktion. Auf der Wunschliste der Patienten standen und stehen unter anderem Lern- und Bastelmaterial, Sitzsäcke, die Renovierung des Theaterraumes in der Klinik, ein Fernseher oder eine zusätzliche Couch, nennt Ulrike Nüske einige Beispiele.
„Die Patienten auf der Krebsstation tragen ihr Schicksal so tapfer, meist ohne zu klagen“, sagt die Serwesterin, selbst Mutter zweier Kinder, voller Anerkennung und Respekt. Deshalb sei es ihr und ihren Mitstreitern ein Bedürfnis, für Momente des Glücks zu sorgen, in denen die Mädchen und Jungen die Krankheit vielleicht für einen Nachmittag vergessen können. Gerade in der Vorweihnachtszeit.

Auch dieses Jahr wieder dabei: Alpakas vom Hof der Nüskes in Serwest (Gemeinde Chorin).
Christian StrehlowDie beteiligten Bauern kämen aus dem Nordosten und Osten Brandenburgs, aus den Landkreisen Barnim, Uckermark und Märkisch-Oderland. „Die weiteste Anreise liegt bei immerhin dreieinhalb Stunden“, weiß Mirko Nüske. Die eigentliche Parade - natürlich mit dem Weihnachtsmann und Elfen an Bord der Traktoren - findet am 30. November von 16 bis 18 Uhr am Klinikum statt. Anschließend fahre man unter anderem noch durch Karow und zurück nach Schönerlinde (Gemeinde Wandlitz), wo die Bauern die Veranstaltung ausklingen lassen.
Verein sammelt Geld- und Sachspenden für die kleinen Patienten
Der Verein „Bauern mit Passion“ wurde Ende vorigen Jahres gegründet, sagt Ulrike Nüske, die in einer Eberswalder Praxis für Physiotherapie arbeitet und dort ebenfalls die Werbetrommel rührt. Wer den Verein bzw. die Lichterparade mit Geld- oder Sachspenden unterstützen möchte, findet alle entsprechenden Informationen auf der Webseite des Vereins. Benötigt werden demnach ebenso Freiwillige, die am 30. November vor Ort die Strecke absichern.

Ein ungewöhnliches Bild: Traktoren auf dem Klinik-Gelände. Aber inzwischen ein Höhepunkt in der Vorweihnachtszeit. Von Jahr zu Jahr wird die Parade größer.
Christian StrehlowNüskes haben ihren Alpakahof 2015 gegründet. Sie betreiben ihn im Nebenerwerb. Der Hof zählt aktuell 14 Alpakas, darunter „Jago“, mit dem seinerzeit alles begann, wie Ulrike Nüske verrät. Ferner gehören inzwischen zwei Kängurus, etliche Kaninchen, Hühner und Enten zum Hof.
Nähere Informationen auf www.bauern-mit-passion.de oder unter Tel. 0174 1789628 (Mirko Nüske)

