Nachwuchs
: Startschuss für „Baby.wohnt“

Die stadteigene Wohnungsbau- und Hausverwaltungs-GmbH beschenkt ab sofort frischgebackene Eltern mit Baby-Willkommenstaschen. Dies sei eine „Idee des Herzens“, heißt es.
Von
Sven Klamann
Eberswalde
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Geschenke für Neugeborene: Kathleen Weiß (l.) und Jens Aßmann von der stadteigenen Wohnungsbau- und Hausverwaltungs-GmbH (WHG) übergeben an Katrin Kaplick vom Netzwerk Gesunde Kinder die ersten prallgefüllten Tragetaschen.

MOZ/Thomas Burckhardt

Bei der Netzwerk-Koordinatorin kamen die Willkommensgeschenke für frisch gebackene Eltern prima an. „Diese Tragetaschen und ihr Inhalt sorgen gewiss für viel Freude“, betonte Katrin Kaplick, die aktuell 64 Familienpatinnen betreut, die sich in der Stadt Eberswalde, in der Gemeinde Schorfheide sowie in den Ämtern Britz-Chorin.Oderberg und Joachimsthal (Schorfheide) um 236 Kinder kümmern.

Hilfe in allen Lebenslagen

Die Familienpatinnen geben den zumeist noch unerfahrenen Müttern und Vätern Ratschläge in allen Lebenslagen. Ihre Hilfe reicht von Tipps zum Stillen über das Vermitteln von Seminaren unter anderem zur Ernährung, erster Hilfe oder Kinderkrankheiten bis zum Ausleihen von Kindersitzen. „Wir bieten den Eltern von Neugeborenen unsere Unterstützung an, drängen uns allerdings nicht auf“, sagte Katrin Kaplick, die stets auf der Suche nach weiteren Familienpaten ist. "Gern können sich auch Männer bei uns melden, die gern eine oder mehrere Familien in den ersten Lebensjahren begleiten möchten“, berichtete sie den Vertretern der WHG, die in ihr Büro im Haus 12 auf dem Areal des Werner-Forßmann-Krankenhauses gekommen waren, um mit der Übergabe der ersten zehn Taschen die Aktion „Baby.wohnt“ zu starten.

Die WHG habe sich für ihre Willkommensgeschenke kein Limit gesetzt, sagte Jens Aßmann. Es sei völlig unklar, wie groß die Nachfrage nach den Tragetaschen nebst Inhalt sein werde. Eberswaldes größter Vermieter verfügt über 5800 Wohnungen, in denen 9100 Mieter leben. „Fest steht, dass kein Neugeborenes leer ausgehen wird“, versprach Kathleen Weiß. Die Kundenbetreuer würden in den Gesprächen mit den Mietern ihre Ohren spitzen und aktiv auf die Präsente für junge Familien hinweisen. "Wir sind selbst gespannt, wie viele Tragetaschen wir pro Jahr brauchen“, ergänzte Jens Aßmann. Beide WHG-Vertreter gingen davon aus, dass schon bald Nachschub bestellt werden müsse. Lieferzeiten von drei bis vier Wochen gebe es nur für die Kuscheldecken, auf denen das WHG-Logo aufgestickt sei, und für die Teddys. Alles andere sei schnell zu besorgen. Fürs Erste hätten die Kundenbetreuer 20 Taschen gefüllt. Die eine Hälfte sei an das Netzwerk übergeben worden, die andere stehe für die Übergabe an WHG-Mieter bereit, die gerade Nachwuchsfreuden zu bejubeln hatten.

Wie viel Geld das Unternehmen pro Tasche ausgibt, hätten sie nicht zusammengerechnet, erklärten die WHG-Vertreter. Bei den Kundenbetreuern, von denen die Aktion „Baby.wohnt“ ins Leben gerufen wurde, hätten andere Prämissen eine wichtigere Rolle gespielt. Da sei es um die Frage gegangen, was frischgebackene Eltern besonders dringend benötigen. In die Auswahl der Produkte sei viele eigene Erfahrungen eingeflossen, verriet Jens Aßmann. Besonders lange sei über die Tragetasche selbst nachgedacht worden. „Wir wollten ein Behältnis verschenken, das sich auch dann noch gut verwenden lässt, wenn die Babyzeit schon hinter den Mamas und Papas liegt“, berichtete Kathleen Weiß.

Zusammenarbeit ausbaufähig

Den Kontakt zum Netzwerk Gesunde Kinder Barnim Nord habe eine Familienpatin geknüpft, die sich auch im Mieterbeirat engagiert, teilten die WHG-Vertreter mit. Es soll nicht beim einmaligen Aufeinandertreffen bleiben. So könnten der ehrenamtliche Beitrag fürs Kindeswohl und zur Elternzufriedenheit an Informationsständen auf Mieterfesten vorgestellt werden, schlug Kathleen Weiß vor. „Daran haben wir großes Interesse“, freute sich Katrin Kaplick über das Angebot.

Weiterbildungsangebote an Netzwerkpaten in spe

Ein Einstieg ist jederzeit möglich: Kurzentschlossene können noch an der Schulung für Familienpaten am 18. Januar von 9.30 bis 17 Uhr an der Zepernicker Chaussee 7 teilnehmen, bei der es um Hebammenwissen, Kinderkrankheiten und Vorsorgemaßnahmen sowie Unfallverhütung geht. Am 15. Februar von 9.30 bis 17 Uhr werden dann an der Großen Straße 10 in Strausberg die Themen Mund und Zahngesundheit sowie Famillienbegleitung in der Schwangerschaft behandelt. Am 21. März sind an der Breitscheidtstraße 100 in Eberswalde die frühkindliche Interaktion und die Sprachförderung dran. Willkommen sind alle an Patenschaften Interessierten. ⇥red