Pflege in Eberswalde: Was steckt hinter dem „Markt der Toleranz“?

Demokratie und Pflege gehören zusammen: Wilma Möhring (Schulleiterin der Pflegeschule Campus Eberswalde), Christiane Storkebaum (Diplom-Pflegepädagogin), Elsa Sachse (Studentin) und Ivo Garbe (Gewerkschaftssekretär ver.di) setzen sich für Chancengleicheit, Teilhabe und Anti-Rassimus ein.
Markus Pettelkau- „Markt der Toleranz“ in Eberswalde: Studierende werben für Pflegeberufe und Vielfalt.
- Veranstaltung am 11.11.2025 im Paul-Wunderlich-Haus mit Fokus auf Chancengleichheit und Gesundheit.
- Workshops zu Anti-Rassismus und Toleranz fördern Demokratiebildung in der Pflegeausbildung.
- 16–20 % der Pflegekräfte in Deutschland haben Migrationshintergrund, in der Altenpflege fast 25 %.
- Projekt soll 2026 mit neuem Schwerpunkt fortgesetzt werden, Ziel: nachhaltige Wirkung erzielen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Toleranz, Chancengleichheit und Anti-Rassismus - dieses Credo geben sich viele Organisationen. Die Akademie für Gesundheit in Eberswalde will diesem Leitspruch nun auch Substanz verleihen. Mit einem „Markt der Toleranz“ wollen die Studierenden der Hochschule zeigen, wer sie sind, wie vielfältig die Pflege ist und warum Toleranz und Respekt Grundpfeiler der Ausbildung und des Berufes sind.
Ohne diese Grundpfeiler könne die Pflege nicht aufrechterhalten werden. Das gelte für Pflegepersonal ebenso wie für Patienten. Rund 16 bis 20 Prozent der Pflegekräfte in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. Es gibt jedoch Unterschiede je nach Bereich, so sind in der Altenpflege beispielsweise fast ein Viertel der Beschäftigten aus dem Ausland.
Pflege: Demokratiebildung als wichtiger Teil der Ausbildung
„Wir, die Pflegekräfte in den Krankenhäusern, Altenheimen und anderen Einrichtungen, sind ein Spiegelbild der Gesellschaft“, sagt Christiane Storkebaum, Diplom Pflegepädagogin an der Akademie. „Wir können hier eine Vorbildrolle übernehmen und tun dies auch.“ Unterstützt wird das Projekt von der Gewerkschaft ver.di, die im Vorfeld eine Schreibwerkstatt sowie ein professionelles Pressetraining für die Teilnehmenden angeboten hat.
Christiane Storkebaum geht es aber auch um die Demokratiebildung an den einzelnen Ausbildungsinstituten selbst. Workshops zu den Themen Anti-Rassismus und Toleranz sollen dabei helfen, Perspektivwechsel anzuregen und offen gegenüber seinen Mitmenschen zu sein.
Wann der Markt in Eberswalde stattfindet und was geboten wird
Am Dienstag (11.11.2025) von 10:30 bis 12:30 Uhr wollen die Studierenden ihre Berufe im Foyer des Paul-Wunderlich-Hauses mit dem Schwerpunktthema „Chancengleichheit und Gesundheit“ vorstellen. Weiter sollen so die Werte der Akademie für Menschen außerhalb des Gesundheitssektors sichtbar gemacht werden.
Die Studierenden und die Auszubildenden haben verschiedene Marktstände vorbereitet, in denen sie ihr jeweiliges Berufsfeld vorstellen. Mit dabei sind die Auszubildenden der Pflegeschule, die Schule für Logopädie und Notfallsanitäter, Studierende der Studiengänge Hebamme und Pflege und Menschen der palliativen Pflege.
„Markt der Toleranz“ soll weitergeführt werden
Besucher haben die Möglichkeit, mit den Studierenden und Auszubildenden ins Gespräch zu kommen und sich über Themen wie Anti-Rassismus, Gesundheit und Gleichberechtigung auszutauschen. „Das Projekt möchten wir gerne nächstes Jahr weiterführen“, so Wilma Möhring, die Schulleiterin der Pflegeschule. „Dann wollen wir uns jedoch einen anderen Schwerpunkt anschauen. Wichtig ist uns, dass es einen nachhaltigen Effekt hat.“

