In der vierten Liga des DTTB hängen die Traubeen sehr hoch, um die Spielklasse zu halten. Da hier in einigen Teams Spielerinnen aus dem Ausland und auch deutsche Aktive zum Teil Erfahrungen aus höheren Spielklassen haben, ist es eine Mammutaufgabe den direkten Abstieg in die Oberliga Nord/Ost zu verhindern.
Trotzdem, die Finowerinnen Claudia Petereit (35 Jahre), Carolin Mews (33), Chiara Baltus (16) und Michelle Wutskowsky (14) stellen sich der Aufgabe und sehen die Saison auch als eine Art Lerneffekt an. „Natürlich haben wir als Verein überlegt, doch unsere Frauen wollten das Abenteuer angehen und wissen, sie sind krasser Außenseiter“, so Vereinschef Jürgen Krenz. Natürlich auch über die Mehrkosten mit den weiteren Anfahrten und den Übernachtungen ist man sich beim TTC bewusst. „Vielleicht finden sich noch neue Sponsoren, denn die Finanzen sind beim Tischtennis-Landesleistungsstützpunkt in Finow auch hauchdünn kalkuliert.
Wir freuen uns über jede Unterstützung“, bemerkt Vorstandsmitglied Thilo Petereit. Auf jeden Fall können sich die Fans auf gute TT-Kost in der Heinz-Seeger-Halle freuen. Wenn auch der Auftakt in Niedersachsens Hauptstadt Hannover mit zwei Niederlagen begann, so einfach ließen sich die Finowerinnen nicht von der Platte fegen. Bei der Drittligareserve von Hannover 96 ging man durch Siege von Claudia Petereit und Chiara Baltus sogar 2:0 in Führung. Doch Heimteam und Fans konnten am Ende über einen 8:4-Sieg jubeln, denn nochmals Petereit und Nesthäkchen Michelle Wutskowsky konnten nur noch zwei weitere Punkte holen. Pech hatten Caroline Mews und Chiara Baltus bei ihren 2:3-Niederlagen, welche bei einem Sieg sogar eine Punkteteilung hätte bringen können.
Am Sonntag beim MTV Engelbostel-Schulenburg war die Aufgabe von der Papierform wesentlich schwerer, denn immerhin hat das Team aus der Kleinstadt östlich von Hannover auch ausländische Spielerinnen für das Viererteam gemeldet und sich gegenüber dem Vorjahr (Platz 5) deutlich verstärkt. Auch hier schlug sich das Finower Quartett beim 5:7 sehr gut, verpasste ebenfalls einen Pluspunkt hauchdünn. Die Punkte holten Chiara Baltus, Carolin Mews (je 2) und Claudia Petereit (1).
Michelle Wutskowsky mühte sich, blieb aber ohne Erfolg. Die Resultate lassen für die Rückrunde hoffen. Auch von beiden Gegnern gab es Anerkennung. „Ein guter Auftritt unserer ersten Damenmannschaft als krasser Außenseiter“, so Vereinschef Jürgen Krenz. Erster Heimgegner ist RSV Braunschweig am 10. Oktober. Auch in der Regionalliga wird wegen Corona ohne Doppel gespielt.