Sicherheit im Barnim: Mehr Verkehrstote, weniger Straftaten von Eberswalde bis Bernau

Unfall mit Todesfolge: 2025 wurden weniger Verkehrstote im Barnim verzeichnet. Wie sehen die Zahlen genau aus? (Symbolbild).
Julian Stratenschulte/dpa- Sicherheitskonferenz in Bernau: Behörden bilanzieren Kriminalität und Verkehr im Barnim.
- 10.057 Straftaten in 2025, Häufigkeitszahl 5.180 – unter Landes- und Bundesdurchschnitt.
- Aufklärungsquote stieg auf 53,8 Prozent. Eigentumsdelikte und Drogenkriminalität rückläufig.
- Wohnungseinbrüche nach niedrigem Vorjahresniveau deutlich erhöht, Polizei intensiviert Prävention.
- 4.543 Unfälle in 2025, 13 Tote – Hauptursachen sind Vorfahrt, Tempo und Alkohol.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Sicherheitskonferenz für den Barnim, die am 19. Juni auf Einladung von Landrat Daniel Kurth und des Leiters der Polizeiinspektion Barnim, Jens Starigk, im Neuen Rathaus der Stadt Bernau bei Berlin ausgerichtet worden ist, hat vor Vertretern aus Politik und Verwaltung, der Justiz sowie weiterer kommunaler Institutionen die Kriminalitäts- und Verkehrslage des Jahres 2025 sowie aktuelle Herausforderungen für Polizei, Kommunen und Verwaltung in den Mittelpunkt gestellt.
Landrat Daniel Kurth hat die Bedeutung des regelmäßigen Austauschs betont. „Sicherheit entsteht durch Zusammenarbeit. Die Barnimer Sicherheitskonferenz bietet die Möglichkeit, Entwicklungen gemeinsam zu bewerten, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Der enge Schulterschluss zwischen Polizei, Kommunen, Justiz und Verwaltung bleibt eine wesentliche Grundlage für die hohe Lebensqualität und das Sicherheitsgefühl der Menschen im Barnim“, urteilte der oberste Dienstherr der Kreisverwaltung Barnim.
Kriminalität im Barnim deutlich unter Landesschnitt
Die Polizeiinspektion Barnim hat 2025 insgesamt 10.057 Straftaten registriert. „Damit setzte sich der positive Trend der vergangenen Jahre fort. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der registrierten Straftaten erneut deutlich“, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Kreishaus.
Auch die Kriminalitätshäufigkeitszahl – die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner – habe sich auf 5.180 verringert. Damit liege der Landkreis Barnim weiterhin deutlich unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt. Gleichzeitig sei die Aufklärungsquote auf 53,8 Prozent gestiegen.
„Positiv entwickelten sich insbesondere unterschiedliche Eigentumsdelikte. So ging die Zahl der besonders schweren Diebstähle insgesamt zurück. Deutlich rückläufig war zudem die Zahl der Kellerdiebstähle. Auch die Betäubungsmittelkriminalität verzeichnete einen erheblichen Rückgang. Demgegenüber stieg die Zahl der Wohnungseinbruchsdiebstähle nach dem niedrigen Niveau des Vorjahres wieder deutlich an. Die Polizei kündigte an, ihre Präventions- und Kontrollmaßnahmen in diesem Bereich weiter zu intensivieren“, geht aus der Pressemitteilung der Kreisverwaltung Barnim weiter hervor.
Was am häufigsten zu schweren Unfällen führt
Die Polizeiinspektion Barnim habe im Jahr 2025 insgesamt 23.342 Einsätze bewältigt. Damit sei die Einsatzbelastung auf einem konstant hohen Niveau geblieben. Besonders deutlich habe sich die Entwicklung bei Versammlungen und Veranstaltungen gezeigt. Während die Zahl der Einsätze insgesamt leicht zurückgegangen sei, sei die Anzahl der polizeilich begleiteten Versammlungen und Veranstaltungen erneut angestiegen.
„Den größten Anteil am Einsatzgeschehen hatten Maßnahmen der Gefahrenabwehr und Strafverfolgung. Hinzu kamen zahlreiche Amts- und Vollzugshilfen für Gerichte, Behörden und andere Polizeidienststellen“, ist der Pressemitteilung zur Sicherheitskonferenz zu entnehmen.
Die Zahl der Verkehrsunfälle im Landkreis Barnim sei im Jahr 2025 auf 4.543 gesunken. Auch die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden sowie die Zahl der verletzten Personen seien leicht zurückgegangen. „Gleichzeitig kamen 13 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Zu den häufigsten Ursachen schwerer Verkehrsunfälle zählen weiterhin Vorfahrtsverstöße, überhöhte Geschwindigkeit sowie Alkohol am Steuer. Die Polizei wird ihre Maßnahmen zur Verkehrssicherheitsarbeit und Prävention deshalb auch künftig fortsetzen und gezielt auf die Hauptunfallursachen ausrichten“, hat Jens Starigk, Leiter der Inspektion Barnim, angekündigt.


