Tierheim Werbellin
: Hunde in der Ukraine gerettet – auch Tiere leiden unter dem Krieg

Zwei lebhafte Collie-Mixe aus dem Tierheim Werbellin suchen neue Besitzer. Die Hunde stammen aus der Ukraine und wurden aus dem zerbombten Charkiw vor dem Krieg gerettet.
Von
Markus Pettelkau
Schorfheide
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Suchen neue Besitzer: Baya und Bea aus dem Tierheim Werbellin mit der Hoffnung auf weitere Leckerlis.

Matti Schröder

Krieg zieht alle Lebewesen in Mitleidenschaft. Das menschliche Drama in der Ukraine wird den Menschen außerhalb des Landes seit mehr als zwei Jahren anhand erschütternder Fernsehbilder vor Augen geführt. Doch auch die Tiere in dem Land leiden. Vor einem Jahr erklärte sich das Werbelliner Tierheim aufgrund eines Hilferufs des Tierschutzvereines „Notpfote Animal Rescue e.V.“ bereit, einige verwaiste Hunde aus dem Kriegsgebiet um Charkiw aufzunehmen.

Bea und Baya sind zwei dieser Hunde, die aus dem Kriegsgebiet gerettet wurden. Sie sind als Welpen, nahe der Front, von Soldaten gefunden worden. Diese haben sie nach Charkiw zu Irina Sokurenko und deren Auffangstation gebracht. Dort ging allerdings der Platz aus, so gelangten die Collie-Mixe ins Tierheim Werbellin.

Viel muss erkundet und kennengelernt werden

Irina Sokurenko ist Rentnerin und betreibt eine Tierauffangstation in Charkiw. „Irina hat ein großes Herz, aber leider nur ein kleines Haus“, so beschreibt Karin Nicodem die Situation. Derzeit beherbergt Irina 41 Hunde und 4 Katzen – teilweise waren es auch über 80 Tiere. Sie will eigentlich keine weiteren Tiere aufnehmen. Doch immer wieder finden Militärs verwaiste Tiere in den zerstörten Kriegsgebieten und bitten um Hilfe.

Jung sind die beiden Hunde und feiern bald ihren ersten Geburtstag. „Die Collie-Mixe sind gut formbar, also man kann allen möglichen Beschäftigungen mit ihnen nachgehen. Geduld dabei zu haben, ist elementar. Genauso wie Vertrauen aufzubauen, wodurch ihre Unsicherheit sinken wird“, erklärt Karin Nicodem, die Leiterin des Tierheims in Werbellin.

Eine ruhige Umgebung ist essentiell

Beide seien etwas noch ängstlich und verstört von den Geschehnissen und der Lautstärke an der Kriegsfront. „Für das Wohnen in der Innenstadt sind beide nicht geeignet“, erklärt Nicodem. Die Hündinnen können zusammen oder getrennt vermittelt werden, das liege in der Hand des neuen Besitzers.

„Im Großen und Ganzen gibt es für die zwei kein spezifisches Besitzerprofil. Das heißt jeder, der erwachsen ist, kann sich als neuer Besitzer sehen und wenn man Interesse hat, stehe ich zur Verfügung“, sagt die Eigentümerin des Tierheims. Bei Interesse zum Kennenlernen dieser oder auch anderer Hunde ist Karin Nicodem erreichbar unter der 0173 95 35 900.