Tischtennis
: Sieg mit Gänsehautfeeling

Mit einem 9:7-Heimsieg gegen Eintracht Südring Berlin bleibt der TTC Finow im Rennen um den Klassenerhalt.
Von
Siegmar Bessert
Eberswalde
Jetzt in der App anhören

Mit einem 9:7-Heimsieg gegen Eintracht Südring Berlin und einem 9:7 bei den Berliner Brauereien in der Tischtennis-Verbandsoberliga Ost bleibt der TTC Finow im Rennen um den Klassenerhalt. Und wie die beiden Siege erkämpft wurden nötigte den Zuschauern Respekt ab.

Gegen Eintracht Südring Berlin (Hinspiel 8:8) hieß es nach den Doppeln 2:1. Die Kirsten-Brüder (Holm und Erik) gewannen ihr Spiel 3:1, Nils Postler/Louis Bath verloren klar. Als Philipp Höhn/Bernhard Thiel im vierten Satz bereits auf der Verliererstraße waren, puschten die Fans sie wieder heran und die Finower glichen mit einem Nervenspiel mit 19:17 zum 2:2 aus und gewannen den fünften Durchgang. Holm Kirsten und Philipp Höhn brachten Finow mit ihren ersten Einzeln 4:1 in Front. Doch Niederlagen von Thiel (1:3), Erik Kirsten (2:3/5. Satz 10:12), Postler (0:3) und Bath (0:3) lösten Jubel bei Eintracht und deren Fans über die 5:4-Führung aus. Das überzeugende Spitzenpaarkreuz mit Holm Kirsten und Höhn landete seinen zweiten Einzelsieg. Ein wie gewohnt bis ans Limit kämpfender Thiel rang Niclas Düstersiek mit 3:1 nieder – Finow führte 7:5. Ein diesmal mit sich hadernder Erik Kirsten verlor sein zweites Einzel 1:3.

Alle Hoffnung lag nun auf Finows Nachwuchsleute gegen die starken Nr. 5/6-Spieler. Louis Bath verlor in knappen Sätzen etwas unglücklich gegen Marcus Bothin. Als Nils Postler als krasser Außenseiter gegen Jörg Petrasch Satz eins verloren hatte, schien alles für die Gäste gelaufen zu sein. Doch unter den Anfeuerungsrufen der Fans glich der Finower zum 1:1 aus. Der Berliner kam ins Wanken und Postler gewann die nächsten Sätze zum 3:1 und sorgte für Gänsehautfeeling im „Hexenkessel“ Heinz-Seeger-Halle. Das Duell der Nr.1-Doppel der Brüder Kirsten gegen Rainer Watermann/Niclas Düstersiek ließ nach dem 3:1 die Halle nach insgesamt 275 Minuten Spielzeit toben. „Ich bin total von der Rolle gekommen. Eigentlich hätte ich gegen Nils Postler gewinnen müssen und uns wenigstens einen Punkt sichern. Doch so ist eben Tischtennis. Da kann ich Nils und dem Finower Team nur gratulieren“, so Berlins Jörg Petrasch.

Auch am darauffolgenden Spieltag war  Krimizeit angesagt. Zum Feiern blieb den Finowern keine Zeit, denn man musste am Nachmittag bei den Berliner Brauereien (5./Hinspiel 8:8) antreten. Für Louis Bath rückte Johannes Gohlke vom Landesligateam ins Aufgebot beim TTC. Die Doppel gingen mit 2:1 an Finow. Philipp Höhn/Bernhard Thiel gewannen sicher 3:0. Einen Kraftakt bewältigten Holm und Erik Kirsten beim 3:2-Sieg gegen Paul Kuder/Jokar Sadegh. Mit 0:2 in Rückstand liegend gewannen sie den 3. Satz mit 14:12 und ließen dann nichts mehr anbrennen. Einzelsiegen von Holm Kirsten, Philipp Höhn und Bernhard Thiel standen Niederlagen von Erik Kirsten, Johannes Gohlke und Nils Postler gegenüber – 5:4 für Finow. Höhn verlor dann das Spitzenspiel gegen Kuder knapp mit 2:3. Holm und Erik Kirsten gewannen. Thiel rang nach großem Kampf und 0:2-Rückstand Abwehrer Norbert Kaping noch mit 11:9 im Entscheidungssatz nieder. Postler musste auch in seinem zweiten Einzel trotz guter Leistung diesmal passen – Finow führte 8:6. Johannes Gohlke hatte die Chance den Siegpunkt zu machen. Er unterlag Franz-Josef Herpes mit 2:3. So musste das Duell der Nr. 1-Doppel entscheiden. Mit dem 3:1 von Holm und Erik Kirsten gegen Norbert Kaping/Franz-Josef Herpes setzte sich eines der besten Doppel der Liga durch und sorgte für Riesenjubel im Finower Lager.

Letzte Gegner sind auswärts Geltow und im Heimspiel zum Saisonschluss TSV Stahnsdorf.