Umbau: Vom Kredit bis zum Konzert
Aus dem Baustellenradio klingt Schlagermusik durch die einstige Schalterhalle. Helene Fischer schallt "Atemlos“. Atemlos ist Sven Rathmann zwar nicht, dennoch ist der Projektleiter der Sparkasse Barnim ständig auf Achse. Als Bauherrenvertreter koordiniert und überwacht er den Umbau der Hauptgeschäftsstelle des Geldinstituts an der Eberswalder Michaelisstraße zum Beratungscenter. Und das Ziel sei durchaus ambitioniert und sportlich, wie Rathmann sogleich erklärt: „Ende Oktober wollen wir fertig sein.“ Dann soll die Filiale wieder eröffnet werden.
Aktuell liege man gut im Zeitplan. „Und auch im Kostenrahmen“, so Rathmann. Gerade habe man den letzten Auftrag vergeben. „Das Los für die Malerarbeiten.“ Damit seien alle Gewerke vertraglich gebunden. In Zeiten der Hochkonjunktur auf dem Bau längst keine Selbstverständlichkeit mehr.
Mehr Tageslicht oben
Nach dem Baubeginn Anfang des Jahres und den Abbrucharbeiten habe man längst die Phase des „Wiederaufbaus“ bzw. des eigentlichen Umbaus erreicht. Was vor allem im Eingangsbereich sowie im ersten Obergeschoss deutlich wird. Dort entstehen gerade sechs zusätzliche Beratungsräume. Und obwohl noch Handwerker das Bild bestimmen, präsentiert sich das Obergeschoss bereits lichtdurchflutet. Durch das Öffnen von Wänden dringe viel mehr Tageslicht in die Etage, zeigt Rathmann. Und der Clou sei eine Spannlichtdecke, die dank LED Tageslicht imitiert bzw. sich diesem anpasst.
Auch wenn die großen weißen Wände, die vormals die Kleine Galerie der Stadt Eberswalde als Ausstellungsfläche genutzt hat, verschwunden sind, so sei inzwischen klar, dass es auch künftig Expositionen im Obergeschoss gibt. Der Architekt habe dafür eine Lösung gefunden, so Projektleiter Rathmann. „Eine wirklich gute Alternative, um weiterhin hier Kunst präsentieren zu können.“
Im Erdgeschoss ist bereits im Bereich des früheren Schalters ein großer gläserner Besprechungsraum zu erkennen. Vom klassischen Tresen habe sich die Bank verabschiedet. Stattdessen werde es künftig vier sogenannte Dialogpunkte geben, „die im Raum verteilt sind“. An diesen Punkten werden alle Serviceleistungen angeboten, wie Auszahlungen, Kontoeröffnungen oder Sparbucheinträge.
Gespräche für Café laufen
Insgesamt, so betont Rathmann noch einmal, stehen nach dem Umbau mehr Beratungsräume zur Verfügung. Mit dieser Umgestaltung trage die Sparkasse dem veränderten Kundenverhalten und den heutigen Bedürfnissen Rechnung. Die Hauptgeschäftsstelle an der Michaelisstraße sei die letzte Filiale innerhalb des Geld–instituts, die diesem neuen Profil angepasst wird.
Teil des Projektes ist ebenso die Neugestaltung des Eingangs. Künftig werde es, auch unter energetischen Aspekten, eine Schiebe– sowie eine Karusselltür geben. Und auch ein Café soll wieder zum Verweilen einladen. „Mit einem Interessenten sind wir gerade konkret im Gespräch“, verrät der Projektleiter.
Derweil sind die Handwerker auf der Baustelle musiktechnisch bei Beatrice Egli und „Le–li–la“ angekommen. Was unweigerlich die Frage nach „Musik nach Kassenschluss“ aufwirft. „Ja, inzwischen ist sicher: Wir werden diese Reihe fortsetzen können.“ Das erste Konzert sei fürs Frühjahr 2020 geplant.

