Umweltprojekte
: Naturschutz ist vielfältig

Die Grünen zeichneten drei vorbildliche Initiativen aus. Klimaaktivisten, Jäger und ein Waldkitateam bekamen Prämien.
Von
Susan Hasse
Eberswalde
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So sehen Sieger aus: Landelin Winter und Florens Waldschmidt (v.l.) nahmen den Umweltpreis für die Barnimer Sektion der Schüler-Bewegung "Fridays for Future" von Karen Oehler und Andreas Fennert von Bündnis 90/Grünen entgegen.

susan hasse

Dass Klimaaktivisten, Jäger und Kindergarten–Erzieher etwas gemeinsam haben, zeigte am Freitag die Barnimer Gruppe von Bündnis 90/Die Grünen. Drei durchaus unterschiedliche, aber allesamt vorbildliche Projekte im Natur– und Umweltschutz wurden von der Partei mit einem Umweltpreis ausgezeichnet.

Der diesjähriger Gewinner des 24. Umweltpreises ist die Barnimer Sektion von „Fridays for Future“. „Die Schüler des Organisationsteams haben Beachtliches geleistet und erreicht“, so Andreas Fennert, der für die Grünen im Aufsichtsrat der Wohnungsbaugesellschaft WHG sitzt.

Mit viel Engagement dabei

Bereits viermal gab es Demonstrationen der jungen Leute in Eberswalde oder Bernau. Die Teilnehmerzahlen steigerten sich dabei kontinuierlich: Zuletzt waren es über 600, lobt Fennert die Aktivisten. Stellvertretend für die umweltbewegten Schüler nahmen Flonres Waldschmidt und Laudelin Winter den Preis entgegen. Die 350 Euro Prämie wollen sie für den Druck von Flyern und Informationsmaterial verwenden. Die nächste Kundgebung steht schon am 29. November an und muss noch vorbereitet werden, so Florens Waldschmidt.

Insgesamt 750 Euro standen auch in diesem Jahr als Prämie für den Umweltpreis zur Verfügung. Andreas Fennert spendete erneut 500 Euro seines Aufsichtsrats–Salärs, weitere 250 Euro kamen von Karen Oehler, Fraktionschefin der Grünen in Stadtparlament Eberswalde.

Ebenfalls einen Umweltpreis für vorbildliche Jugendbildungsarbeit bekam die Jägerschaft Joachimsthal. Die Weidmänner hatten im Juni zusammen mit der Grundschule Joachimsthal ein mehrtägiges Projekt auf die Beine gestellt. Dank vieler ehrenamtlicher Helfer wurden rund 400 Schülern Umweltschutz und Natur nähergebracht. So haben die Schüler Müll aus den Wäldern der Schorfheide geholt und lernten, welche Tiere und Pflanzen in heimischer Flur leben. In Praxistagen wurde gezeigt, wie Landwirte Kitze in den Wiesen schützen und wie man Tierfährten im Wald liest. Das Projekt soll auch im kommenden Jahr weitergeführt werden, kündigt Anette Klatt von der Jägerschaft Joachimsthal an. Von der 200–Prämie kann nun neues Bastel– und Infomaterial gekauft werden.

Mit weiteren 200 Euro wurde von den Grünen das Team der Waldkitagruppe „Waldkaninchen“ aus Biesenthal prämiert. „Das Projekt verbindet vorbildlich frühkindliche Bildung mit naturnaher Lebensweise“, so Andreas Fennert. Auf dem Kita–Gelände der Waldkaninchen wurde von dem Verein Wukaninchen ein kindgerechter Wohnwagen aufgestellt, von dem aus die Kita–Kinder täglich Erkundungstouren in Wald und Wiese machen. Die Kinder lernen so mit der Natur und ihre vielen Facetten in Sachen Wetter und Jahreszeiten kennen. Von dem Geld will der Verein  neue Kuscheldecken und Einrichtungsgegenstände für einen zweiten Bauwagen kaufen. Das ehrenamtlich geführte Projekt soll nämlich weiterwachsen und künftig noch mehr Kinder betreuen.

„Weiterhin viel Durchhaltevermögen und Ausdauer“, wünscht Andreas Fennert den drei Preisträgern. Mit Projekten wie diesen würde viel bewegt in Sachen Natur– und Umweltschutz.