Vogelgrippe in Brandenburg
: Barnim warnt nach erneuten Ausbrüchen, das ist zu beachten

Nachdem es erneut Ausbrüche der Vogelgrippe gibt und mehrere tote Kraniche gefunden wurden, sind Geflügelhalter zwischen Bernau und Eberswalde zur Vorsicht aufgerufen.
Von
Markus Pettelkau
Eberswalde
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Hühner: ARCHIV - 12.04.2022, Niedersachsen, Hannover: Hühner stehen in einem Stall eines Betriebes mit Eiern aus Freilandhaltung in der Region Hannover. (zu dpa: «Geflügelpest ausgebrochen – Landkreis richtet Schutzzone ein») Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Vogelgrippe in Brandenburg: Die Behörden mahnen Tierhalter zwischen Bernau und Eberswalde zur Vorsicht.

Julian Stratenschulte/dpa
  • Vogelgrippe in Brandenburg: Neuer Ausbruch bei Wildvögeln und Geflügel bestätigt.
  • Landkreis Barnim warnt Geflügelhalter und ruft zu erhöhter Vorsicht auf.
  • H5N1-Virus in einem Entenbetrieb in Altfriedland entdeckt, 2900 Tiere getötet.
  • Geflügelhalter sollen Biosicherheitsmaßnahmen strikt einhalten.
  • Tote Wildvögel nicht anfassen – Eltern sollen Kinder entsprechend informieren.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach ersten neuen Funden von toten Vögeln in Brandenburg alarmiert der Verdacht auf Vogelgrippe die Behörden. Auch der Landkreis Barnim mahnt zur Vorsicht. „Der alljährliche Vogelzug ist in vollem Gange - und mit ihm häufen sich auch wieder die Meldungen über Ausbrüche der Geflügelpest bei Nutzgeflügel und Wildvögeln.

Wie das Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz mitteilt, wurde das Virus bereits in mehreren Bundesländern, darunter auch in Brandenburg, nachgewiesen - sowohl bei Wildvögeln als auch in Hausgeflügelbeständen“, heißt es vom Landkreis.

Die aktuellen Entwicklungen geben auch im Landkreis Barnim Anlass zur Sorge und erfordern besondere Wachsamkeit seitens aller Geflügelhalter. „Der Amtstierarzt mahnt zur Vorsicht und appelliert an die Bevölkerung, tote Wildvögel nicht anzufassen. Eltern sollten insbesondere ihre Kinder auf diese Gefahr hinweisen“, so die Kreisverwaltung.

Kraniche als Träger der Vogelgrippe

Hintergrund: Bei einem toten Kranich, der im Teichland Linum in der Gemeinde Fehrbellin aufgefunden wurde, besteht der amtliche Verdacht auf eine Influenza-A-Virus-Erkrankung. Mehr als 100.000 Kraniche ziehen derzeit über Deutschland. Mit dem Herbstzug der Vögel steigt auch das Risiko, dass das Vogelgrippevirus in Geflügelbestände eingetragen wird. Das tote Tier bei Fehrbellin sei nicht der einzige Wildvogel in Brandenburg, bei dem der Verdacht auf eine Erkrankung besteht.

Und auch in direkter Nachbarschaft zum Barnim gibt es einen Fall: In einem Geflügelbetrieb in Altfriedland war am 10. Oktober das H5N1-Vogelgrippe-Virus im Entenbestand festgestellt worden. Daraufhin musste der gesamte Tierbestand des Betriebes tierschutzgerecht getötet und entsorgt werden. Insgesamt handelte es sich um 2900 Enten.

Derzeit besteht in Brandenburg - mit Ausnahme der in Märkisch-Oderland eingerichteten Sperrzonen - noch keine allgemeine Aufstallungspflicht für Geflügel. Dennoch seien alle Geflügelhalter dringend aufgefordert, das Risiko eines Erregereintrags in ihre Bestände so weit wie möglich zu minimieren und die vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen konsequent einzuhalten.

Diese Regeln müssen Geflügelhalter im Barnim beachten

Hierzu gehört, dass Geflügel nur an Stellen gefüttert wird, die für wildlebende Vögel unzugänglich sind und die Tiere nicht aus Oberflächenwasser trinken, zu dem Wildvögel Zugang haben. Zudem sollen Futter, Einstreu sowie sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt werden.

„Bei vermehrten Erkrankungen im Geflügelbestand oder einem auffälligen Anstieg von Tierverlusten ist umgehend der Amtstierarzt zu informieren. Zudem erinnert das Veterinäramt erneut daran, dass alle Geflügelhaltungen beim zuständigen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt angemeldet sein müssen - sofern dies bislang noch nicht erfolgt ist“, mahnt der Landkreis weiter.