Weihnachtsmarkt 2023
: Die Weihnachtsmärkte von Eberswalde bis Oderberg und Schorfheide

Der Duft nach gebrannten Mandeln und Glühwein wird bald wieder durch den nördlichen Barnim ziehen. Von Altenhof bis Lüdersdorf finden Weihnachtsmärkte statt – auch in den kleinsten Dörfern.
Von
Antje Schroeder
Eberswalde
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Der Eberswalder Weihnachtsmarkt beginnt am 1. Dezember und leitet damit eine Reihe von Märkten in der Region ein.

Antje Schroeder

Die Adventszeit steht kurz vor der Tür. Wenn Lichterketten leuchten, Karusselle sich drehen und vielleicht sogar Schnee fällt, wird alles etwas heimeliger. Im Barnim beginnt die Zeit der Weihnachtsmärkte pünktlich um den ersten Advent herum. Genauer gesagt, am 1. Dezember. Die Schneekönigin und der Weihnachtsmann werden am Abend traditionell den Eberswalder Weihnachtsmarkt eröffnen und laden zum Umzug vom Karl-Marx-Platz zum Marktplatz.

Das ist eben auch der große Unterschied zur hektischen Großstadt Berlin. Dort können Weihnachtsmarktsüchtige schon seit Ende Oktober ihren Glühwein in vermeintlichen Skihütten zwischen den Hochhäusern am Potsdamer Platz schlürfen, mit Gummireifen Plastikhügel herabrodeln oder sich an der Landsberger Allee in eine skurrile Mischung aus Rummel und Weihnachtsmarkt stürzen. Den Charme des Barnim macht es hingegen aus, dass hier alles etwas ursprünglicher, deshalb auch beschaulicher und eben meistens auch romantischer daherkommt.

Weihnachtsmärkte im nördlichen Barnim

Zum Beispiel im Eberswalder Ortsteil Spechthausen, wo man am 2.12. Knacker mit Grünkohl oder gebrannte Mandeln zum Lichterkettenfest vor dem historischen Gebäude der Papierfabrik genießen kann. Mit Industrieromantik lockt auch der Rofin-Park am 15.12. zum weihnachtlichen Winterhof.

Die Waldweihnacht in Eberswalde verzaubert am 16. und 17. Dezember im forstbotanischen Garten mit geheimnisvoll beleuchteten Bäumen, Gesang am Lagerfeuer und magischen Waldweihnachtsvorführungen.

Doch auch die kleinen Ortschaften in der Schorfheide, im Amt Joachimsthal und rund um Britz, Chorin und Oderberg laden zum weihnachtlichen Bummel. Ob Holzschuhe in Friedrichswalde, Kunsthandwerk auf Gut Sarnow oder der private Weihnachtsmarkt von Marina Netzker in Lüdersdorf: an vielen Orten können Besucher noch Weihnachtsgeschenke erstehen. In Oderberg bekommen am 2.12. Senioren in der Sporthalle gratis ein Stück Kuchen.

Ein Wisent bekommt im Wildpark Schorfheide zum Weihnachtsfest der Tiere einen Baum mit Leckereien.

Silke Baumanns/Wildpark Schorfheide

Im Wildpark Schorfheide gibt es Tannenbaum mit Fisch

Im Wildpark Schorfheide werden am 10. Dezember sogar die Tiere beschert – mit Weihnachtsbäumen, die je nach Geschmack mit Äpfeln, Möhren oder Fisch „geschmückt“ sind. Die Märkte sind zeitlich versetzt, sodass die Barnimer praktisch über die gesamte Adventszeit das vorweihnachtliche Treiben genießen können. Und wer dann noch nicht genug hat, kann sich am 25. Dezember zum Weihnachtstanz nach Lunow aufmachen.

Weitere Weihnachtsmärkte 2023:

Vieles ist so wie eh und je – in Altenhof kommt beispielsweise wieder der Weihnachtsmann mit dem Dampfer über den Werbellinsee geschippert und verteilt Geschenke. Doch es gibt auch Neuigkeiten. Zum ersten Mal nehmen polnische Kunsthandwerker an dem Weihnachtsmarkt auf dem Eberswalder Marktplatz teil. Dort wurden auch die Öffnungszeiten um eine Stunde verlängert. Zum ersten Mal überhaupt veranstaltet das Schlossgut Finowfurt einen eigenen Weihnachtsmarkt, und lockt mit einer ganzen Reihe von Attraktionen. Dort soll es beispielsweise portugiesische Spezialitäten, Chili sin Carne oder Upcycling-Lampen aus Finowfurt geben.

Die Zainhammer Mühle im Winterschlaf. Hier findet ein sehr beliebter und stark frequentierter Weihnachtskunstmarkt statt.

Andreas Reichling

Corona spielt keine Rolle mehr – wahrscheinlich

Nach der Coronazeit finden mit großer Wahrscheinlichkeit die Märkte wieder wie gewohnt statt. „Der Eberswalder Weihnachtsmarkt kann sich nach aktuellem Stand in diesem Jahr ohne spezifische Einschränkungen an die Aufstellung der Stände und Attraktionen machen“, sagt der Sprecher der Stadt Eberswalde, Markus Mirschel. Etwaige Corona-Auflagen seien derzeit nicht im Gespräch.

In einer ersten Version dieses Artikels hatten wir die Waldweihnacht in Eberswalde falsch datiert. Richtig ist der Termin 16. und 17. Dezember, jeweils von 14-19 Uhr, wie es auch in der interaktiven Karte verzeichnet ist. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

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