Damit hatten sie nicht gerechnet – das Tor zum Forstbotanischen Garten ist verschlossen. Aber auch die rot und blau erleuchteten Bäume in dem Park, der bereits Anfang November in den Lockdown gehen musste, sind für Julian Schiller (22), Analena Meyer (25) und Viktoria Mokretsova (27), die alle drei in Eberswalde studieren, am Sonnabendnachmittag eine Überraschung. Mit Hund Flocke sind sie spontan den Schwappachweg entlangspaziert – und hier auf die Lichtinstallation im Forstbotanischen Garten gestoßen.

Bäume leuchten bis zum vierten Advent täglich von 16 bis 20 Uhr

Am dritten Advent hätte an dem Ort eigentlich die zehnte Waldweihnacht, eine Mischung aus Weihnachtsmarkt und Fantasy-Show mit Waldgeistern, Artistik und Musik, stattfinden sollen. Die Stiftung Waldwelten als Veranstalterin hat das Event coronabedingt in einen Lichterspaziergang abgewandelt. Seit Sonnabend leuchten rund 200 Scheinwerfer die Bäume an – an insgesamt neun Tagen jeweils von 16 bis 20 Uhr.

„Das hat die Stimmung deutlich aufgehellt“

„Schön, zumindest ein bisschen was zu sehen“, findet Analena Meyer. „Man weiß ja, dass das hier für die Waldweihnacht steht. Den Rest kann man sich im Kopf hinzudenken.“ Ihr habe das Ganze ein Gefühl des Feiertags gegeben, sagt Viktoria Mokretsova. „Das hat unsere Stimmung deutlich aufgehellt.“
Gleich zum Beleuchtungsstart am Sonnabend waren außer den Studierenden Dutzende weiterer Spaziergänger am Forstbotanischen Garten unterwegs. „Ein schöner Einfall“, befand eine 82-jährige Eberswalderin.
Nach aktuellem Stand soll der Lichterspaziergang noch bis zum vierten Advent möglich sein.