Nachdem das Friedrich-Löffler-Institut bestätigt hat, dass aufgefundene Wildschweine aus dem Dorchetal bei Neuzelle tatsächlich mit Afrikanischer Schweinepest infiziert waren, wird die bisherige Kernzone erweitert. Der Landkreis Oder-Spree bestätigte dies am Donnerstagvormittag. Gegenwärtig werde an einem detaillierten Plan gearbeitet. Mit einem Ergebnis sei höchstwahrscheinlich im Laufe des Tages zu rechnen.

Kernzone bisher drei Kilometer breit

Rund um den ersten Fundort des toten Wildschweins in Spree-Neiße wurde in einem Radius von etwa drei Kilometern bereits eine Kernzone errichtet, die nicht betreten werden darf. Diese reichte bis in den Landkreis Oder-Spree und tangierte dort die Orte Bomsdorf, Kolonie Bomsdorf und Steinsdorf. Zudem gibt es ein gefährdetes Gebiet mit Radius von bis zu 25 Kilometern abgegrenzt, in dem Restriktionen gelten. Dazu gehören auch die Stadt Eisenhüttenstadt und umliegende Gemeinden. Die Nutzung land- und forstwirtschaftlicher Flächen ist verboten.
Die zehn toten Tiere, die bereits in dieser Woche gefunden wurden, befanden sich zwischen Neuzelle und Schwerzko. Das Dorchetal darf deshalb seit Mittwoch nicht mehr betreten werden.

Suche mit Wärmekameras und Hubschraubern

Derzeit werden die Wälder weiterem nach Fallwild abgesucht, dazu werden auch Wärmebildkameras und Hubschrauber eingesetzt, hieß es aus der Kreisverwaltung.
Landrat Rolf Lindemann wird sich am Abend den Fragen der Neuzeller Einwohner stellen. Er wird um 18 Uhr auf dem Stiftsplatz des Klosters erwartet.
Im Landkreis Spree-Neiße wurden bei einer am Mittwoch gestarteten Suche von Fallwild - totes Wild, das nicht von Jägern erlegt wurde - vier Wildschweinkadaver gefunden. Im Kreis Dahme-Spreewald, der ebenfalls im gefährdeten Gebiet rund um den ersten Fundort liegt, wurden nach Angaben eines Sprechers bisher keine toten Wildschweine entdeckt. (mit dpa)