Angeln in Polen: Wo der Fang von Karpfen und Forelle sicher ist

Angeln einen dreipfündigen Karpfen aus dem Wasser: Heike und Sven Fischer an den Angelteichen in Chlebowo (Landgemeinde Gubin in Polen).
Hagen Bernard- Polen bietet Anglern nahe der Grenze zu Coschen zahlreiche Angelmöglichkeiten.
- In Coschen betreibt „Agrolech“ einen Karpfenteich, geöffnet täglich von 8–20 Uhr.
- In Chlebowo gibt es Teiche für Forellen und Karpfen – ideal für Familien und Angler.
- Preise: Kilo Forelle/Karpfen 8 €, Lachsforelle 10 €, Stör 16 € – Angeln oder Kauf möglich.
- Besucher schätzen Ruhe, gepflegte Anlagen und preiswertere Alternativen zu Deutschland.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Fischteiche für den schnellen Erfolg beim Angeln – während diese in der Region Eisenhüttenstadt verschwunden sind und daher die Besuche solcher zumindest diesseits der Oder mit längeren Fahrten verbunden sind, können die Petri-Jünger jenseits der Oder bequem wählen. So werden die Besucher bei einem Grenzübergang nach Polen in Coschen ganz schnell fündig.
Bereits 500 Meter hinter der Grenzbrücke „Neißewelle“ besteht die erste Gelegenheit. Wanda und Krysztof Juskowiak betreiben hier den Agrotouristischen Bauernhof „Agrolech“. Unter anderem gibt es neben Übernachtungsmöglichkeiten auch einen Anglerteich.
Im Teich von „Agrolech“ in Coschen (Polen) nur Karpfen
Allerdings enthält er laut dem Betreiber nur Karpfen. Sie würden zwischen zwei und fünf Kilogramm wiegen. Geöffnet ist täglich von 8 bis 20 Uhr. Zwei Euro sind pro Tag und Angel zu bezahlen, zusätzlich muss der entnommene Fisch gekauft werden. Das Kilo kostet zwischen fünf und sechs Euro.
Wer es nicht nur auf den Karpfen abgesehen hat – schließlich ist er im Sommer nicht ganz so beliebt, da während seiner Fressphase das Fleisch eine recht schwammige Konsistenz hat –, muss 13 Kilometer weiter nach Chlebowo fahren.

Vor seinem Karpfenteich in Zytowan: Betreiber Krzystof Juskowiak
Hagen BernardAm besten durch den Grenzort Zytowan bis Walowice und dann links auf die Fernverkehrsstraße 138 nach Chlebowo. In diesem zur Landgemeinde Gubin gehörenden 600-Einwohner-Ort befindet sich auch die Oder-Fähre. Bereits zuvor fast am Ortsausgang stößt man rechter Hand auf den Angelplatz.
Forellen und Karpfen in Chlebowo
Idyllisch gelegen, befinden sich im abgezäunten Areal mehrere Teiche. So gibt es ein ganz kleines Gewässer, wo auch Kinder problemlos nach Forellen angeln können. Ebenso haben die Karpfen ihr eigenes Areal, das sich direkt neben einem größeren Forellenteich befindet. Somit kann man problemlos mit zwei Ruten gleichzeitig sowohl auf Karpfen als auch auf Forellen gehen.
Das machen an diesem Sonntag gerade Heike und Sven Fischer. „Wir arbeiten beide noch. Hier kommt man schön zur Ruhe. Außerdem ist es hier wesentlich preiswerter als bei uns zu Hause an den Maasdorfer Teichen in Bad Liebenwerda. Wir sind schon seit Jahren regelmäßig hier“, erklärt Heike Fischer. Da sind den beiden auch die knapp zwei Stunden Anfahrt nicht zu viel.
Im Karpfenteich zappelt ein dreipfündiges Exemplar
„Wir hatten schon Tage, da haben wir hier 30 Fische geangelt. Aber bislang hat noch keine Forelle gebissen, da werden wir zum Schluss wohl einige zukaufen müssen“, erklärt Sven Fischer. Doch wie es so ist, dann zuppelt etwas an der Pose wenigstens im Karpfenteich. Vorsichtig betätigt Heike Fischer die Angelrolle und führt den Fisch in Richtung Land. Er bleibt am Haken. „Da war nur ein Maisköder dran“, frohlockt sie. Ihr Mann hilft mit dem Kescher, gemeinsam bekommen sie den sich nicht mehr sonderlich wehrenden Fisch an Land.
Mit einer Zange entfernt Sven Fischer den Haken. „Das sind 1,5 Kilogramm“, kommentiert er den Fang. Etwa soviel wiegen auch die zu Weihnachten in den Kaufhallen angebotenen frischen Karpfen. Der Anfang ist gemacht. Wenn an diesem trüben und vernieselten Sonntagvormittag auch noch die Forellen beißen würden, dann wäre alles gut.
Ob geangelt oder gekauft – der Preis ist gleich
Doch ganz so verbissen sieht dieses Paar diesen Besuch nicht. „Wir wollen hier vor allem entspannen. Hier ist es schön ruhig, die Anlage ist gepflegt und Imbiss gibt es auch noch.“ Wohl wissend, dass sie auch ohne Anglerglück vollbeladen heimkehren könnten.
Das Kilo Forelle und Karpfen kostet 8 Euro, die Lachsforelle ist für 10 Euro zu haben und für das Kilo Stör werden 16 Euro verlangt. Natürlich sind die Preise auch in Zloty ausgeschrieben, die Barzahlung in der polnischen Währung ist zurzeit etwas günstiger als die in Euro. Ob geangelt oder gekauft – der Preis ist derselbe.

Werden aus dem Wasser gezogen: für den Verkauf bereitgehaltene Forellen im Angelteich in Chlebowo (Polen)
Hagen BernardWer nur auf Fisch aus ist, sollte lieber kaufen. Auf alle Fälle geht es schneller und ist sauberer. In vorbereiteten Netzen zappeln beispielsweise die um die 500 Gramm schweren Forellen. Man könnte sie sich sogar aussuchen, schließlich sind sie unterschiedlich groß. Sie werden in einen Wasserbehälter gepackt. Nach einem kurzen Stromschlag kommen sie in die Einkaufstüte. Ausnehmen muss man sie allerdings schon selbst.


