ArcelorMittal Eisenhüttenstadt
: Stahl-Literaturpreis 2023 – Verleihung an Autor aus Berlin

Der mit 10.000 Euro dotierte Literaturpreis der Stahlstiftung von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt geht im Jahr 2023 an Jochen Schmidt aus Berlin. Alle Infos zur Verleihung und Eintritt finden Sie hier.
Von
Janet Neiser
Eisenhüttenstadt
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ArcelorMittal Eisenhüttenstadt – das Unternehmen ist bekannt für die Stahl-Produktion, fördert aber auch die Literatur und vergibt seit fast 20 Jahren einen hoch dotierten Preis.

Gerrit Freitag

ArcelorMittal Eisenhüttenstadt ist nicht nur bekannt für „Stahl Made in Germany“, sondern auch für den Stahl-Literaturpreis. Den haben unter anderem schon Wladimir Kaminer, Walter Kempowski, Günter de Bruyn, Nadja Küchenmeister, Juli Zeh und Kat Menschik bekommen. Und das sind nur ein paar der wohlklingenden Namen aus der Literaturwelt. Den Literaturpreis der Stahlstiftung Eisenhüttenstadt 2023 erhält der Berliner Autor Jochen Schmidt. Das hat ArcelorMittal Eisenhüttenstadt nun bekannt gegeben.

Jochen Schmidt, der 1970 in Ostberlin geboren wurde, hatte zuletzt mit „Phlox“ (2022) für großen Applaus in der Fachwelt und der Leserschaft gesorgt.

Roman „Phlox“ von Jochen Schmidt war für Buchpreis nominiert

In dem Roman, der für den Deutschen Buchpreis nominiert war, geht es um den Abschied von Kindheitssommern im Oderbruch.

„Wer Jochen Schmidt noch nicht kennt, hat etwas verpasst. Er gilt als Meister des autobiografischen Erzählens, als ein Virtuose, der es immer wieder versteht, mit seiner komplexen Sprachkunst Brücken zu schlagen von der Vergangenheit in die Gegenwart. Dabei erkennt er im Kleinen das große Ganze und sieht, was nicht mehr alle sehen“, heißt es in der Pressemitteilung von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt. Seine Romane seien „Wunderkammern“ der Reflexionen und „humorvolle Lebensbeobachtungen mit reichlich Sprach- und Wortwitz“.

Jochen Schmidt bei einer Leseung in Eberswalde.

Steffen Gross

Berliner Jochen Schmidt gründete Lesebühne

Kurz vor der Jahrtausendwende im Jahr 1999 gründete Schmidt, der noch immer in Berlin lebt, eine der wichtigsten Berliner Lesebühnen, die „Chaussee der Enthusiasten“. Sein erster autobiografischer Roman „Müller haut uns raus“ erschien drei Jahre später. Es folgten „Schneckenmühle“ (2013), „Zuckersand“ (2017) und „Ein Auftrag für Otto Kwant“ (2019).

In seinem 2022 erschienenen Roman „Phlox“ erzählt Schmidt von einer Fahrt in ein Dorf im Oderbruch. „Komisch, und ernst, geschichtsbewusst und aktuell, detailverliebt und mit dem Blick auf die großen Fragen erzählt Jochen Schmidt von der ewigen Suche nach dem guten Leben“, heißt es unter anderem auf buecher.de.

Verleihung vom Stahl-Literaturpreis am 16. November

Die Stahlstiftung Eisenhüttenstadt lädt alle Interessierten zur Verleihung des diesjährigen, mit 10.000 Euro dotierten Stahl-Literaturpreises am 16. November, 19 Uhr, ins IPS-Technologiezentrum Eisenhüttenstadt, Werkstraße 9, ein. Moderiert wird der Abend von Jörg Plath von Deutschlandfunk Kultur. Der Eintritt ist frei.

Bisherige Preisträger des Stahl-Literaturpreises

Die Stahlstiftung Eisenhüttenstadt wurde im Jahr 2004 von der ArcelorMittal Eisenhüttenstadt (AMEH) GmbH gegründet. Sie widmet sich vornehmlich der Förderung von Projekten aus Kunst und Kultur, Wissenschaft und Bildung. Seit 2005 vergibt die Stahlstiftung den mit 10.000 Euro dotierten Stahl-Literaturpreis.
Bisherige Preisträger waren Wladimir Kaminer, Walter Kempowski, Kerstin Hensel, Jenny Erpenbeck, Clemens Meyer, Thomas von Steinaecker, Kathrin Schmidt, Günter de Bruyn, Nadja Küchenmeister, Birk Meinhardt, Richard Schröder, Thea Dorn, Juli Zeh, Rosemarie Tietze, Jakob Hein, Volker Kutscher und Kat Menschik.
(Quelle: AMEH)