Basketball
: EBV 1971 will Platz 3 verteidigen

U-14-Basketballer möchten gegen den USV Potsdam weiteren Sieg folgen lassen. EBV-Herren vor zweitem Aufstiegsturnier in die Landesliga.
Von
Manfred Borchert
Eisenhüttenstadt
Jetzt in der App anhören

Leistungsträger unter sich: EBV-Spieler Sandro Lay (vorne, hier gegen Kylian Welthe vom USV Potsdam) gehört mit seinem Antritt und seiner Schnelligkeit zu den besten Spielern der U-14-Oberliga.

Bernd Pflugh

Zu seinem letzten Punktspiel der Oberliga-Saison reist die U 14 des Eisenhüttenstädter Basketballvereins 1971 an diesem Sonntag nach Potsdam. Das Hinspiel hatten die Stahlstädter am vergangenen Wochenende deutlich mit 86:53 gewonnen.

Da die Mannschaft von Trainer Steffen Schneider das Heimspiel gegen den USV Potsdam gewonnen hat, könnte sie bei einem erneuten Sieg sogar den 3. Tabellenplatz verteidigen. Das wäre hinter den sehr starken Teams WSG Fürstenwalde und Lok Bernau eine sehr gute Platzierung für die Eisenhüttenstädter.

Am vergangenen Wochendende verabschiedete sich der EBV von den zahlreich anwesenden Zuschauern mit einem souveränen 86:53 (39:31)-Heimsieg gegen den USV Potsdam, Mitfavorit um Platz 3. Die Anwesenden sahen ein packendes und mitreißendes Spiel, das auf hohem Niveau ausgetragen wurde. Dabei hatten die Gastgeber zu jeder Zeit der Partie alles unter Kontrolle. Der EBV startete mit dem vor dem Spiel als besten und variabelsten Spieler ausgezeichneten (MVP) Adrian Schubel sowie mit Sandro Lay, Jeremy Kohnert, Jamie Hennlein und Luis Weber. Diese fünf Spieler bestachen bereits in den Anfangsminuten durch konsequente gute Mann-Mann-Verteidigung, vornehmlich gegen den sehr groß gewachsenen Kylian Welthe. Dieser wurde in der ersten Halbzeit jeweils von einem Einwechselspieler übernommen. Die EBV-Spieler mühten sich redlich, konnten Welthe aber auf Grund seiner Größe kaum an den erzielten 34 Punkten hindern.

Offensiv bewiesen die Eisenhüttenstädter ihr gewachsenes Selbstvertrauen. Sie zeigten am gegnerischen Brett, dass die vielen Trainingsstunden in Bezug auf Wurfeffektivität fruchteten. Kaum ein Wurf verfehlte sein Ziel. Nach zehn Minuten stand es für die Gastgeber 24:15. Im zweiten Viertel wechselte Assistenztrainer Manfred Borchert fast alle Spieler ein, um auch ihnen Spielpraxis zu geben. So „stotterte“ der EBV-Motor etwas, der USV entschied dieses Viertel mit 16:15 für sich. Trotz dessen bemühten sich auch Conor Joel Kästner, Nico Schulpig, Georg Jorkisch, Liam Wegner und Dominik Reger, ihre Gegenspieler an Korbwürfen zu hindern. Zur Pause führte der EBV mit 39:31.

Frisch gestärkt gingen die Stahlstädter in die zweite Halbzeit. Jetzt erspielte sich der EBV seine Wurfchancen. Angeführt vom überragenden Adrian Schubel wuchsen auch die Spieler neben ihm defensiv über sich hinaus. Sandro Lay übernahm  Kylian Welthe, die anderen EBV-Spieler kamen mit ihren Gegnern ebenfalls jederzeit gut zurecht.

Offensiv forderte Adrian Schubel seine Mitspieler auf, noch mehr Blöcke zu stellen und sich noch besser freizulaufen. Somit schufen diese für ihn Platz. Er schraubte sein Punktekonto auf ganz starke 36 Punkte. Nebenbei hatte er noch genügend Zeit, seine immer stärker werdenden Mitspieler sehr gut einzusetzen. Diese bedankten sich bei ihm mit vielen Punkten.

Der USV wurde mit zunehmender Spieldauer immer nervöser, merkte er doch deutlich, dass er an diesem Tag einem besseren Team den Sieg überlassen musste. Das dritte Viertel ging sensationell mit 27:9 an den EBV. Im letzten Durchgang hielt sich der EBV-Kapitän etwas zurück, dafür sorgte er nun für lange Zuspiele zu seinen Mitspielern über das gesamte Spielfeld hinweg. Am meisten profitierte in dieser Spielphase Jeremy Kohnert mit zwölf erzielten Punkten. Das Viertel ging mit 20:13 ebenfalls an die Gastgeber. So spendeten die Zuschauer nach dem 86:53 den Spielern stehenden Applaus – in der Gewissheit, eines der besten Spiele der U 14 gesehen zu haben.

Trainer Manfred Borchert erklärte: „Das Team hat sehr überzeugend gezeigt, wo es im kommenden Jahr mit den Spielern der Jahrgänge 2005 und 2006 hin gehen kann. Ein dickes Lob allen Teammitgliedern für die äußerst couragierte Leistung. Außer Adrian Schubel möchte ich keinen weiteren Spieler besonders hervorheben. Alle haben bewiesen, was in ihnen steckt. Jetzt haben wir sogar noch sehr gute Chancen auf Platz drei. Ich denke, dass das Team für das Rückspiel in Potsdam am Sonntag gut gerüstet ist und solch eine Leistung noch einmal abrufen kann.“

Ebenfalls in Potsdam bestreiten die EBV-Herren in der Bezirksliga am Sonntag ihr zweites Aufstiegsturnier in die Landesliga. Sie gehen als Favoriten in die Spiele gegen USV Potsdam IV (Hinspiel zu Hause 91:40) und gegen SFB 94 Basket Brandenburg II. Wenn alle Spieler einsatzfähig sind, wären zwei Auswärtssiege im Bereich des Möglichen.