Basketball
: Gäste-Taktik geht nach der Pause auf

Basketball-Bezirksligist EBV 1971 hat sein Heimspiel gegen den KSC Strausberg mit 37:53 (20:18) verloren.
Von
Manfred Borchert
Eisenhüttenstadt
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Setzt zum Wurf auf den Strausberger Korb an: der Eisenhüttenstädter Spieler Toni Meinhardt

Gerrit Freitag

Die Gastgeber waren personell fast komplett, nur Patrick Köster und Paul van den Brandt fehlten verletzungsbedingt. Die Strausberger sind bekannt für ein körperbetontes Spiel und für ihre Außenschützen. Der EBV ließ sich davon vornehmlich in der ersten Halbzeit nicht beirren und hielt das Spiel offen.

Nach einem 7:9 (10. Minute) steigerte sich das Heimteam im zweiten Viertel erheblich. Toni Horn (Strausberg) legte mit drei erfolgreichen Dreipunktewürfen innerhalb von sechs Minuten vor, der EBV stemmte sich mit allen Offensivkräften dagegen und erreichte ein sehr akzeptables 20:18 zur Halbzeit.

Besonderen Anteil daran hatten Marc René Raue, Marcus Vorhoff  und Toni Meinhardt. Zur Pause konnte EBV-Trainer Manfred Borchert ein positives Fazit insofern ziehen, dass „das Team in der Defensive sehr gut stand, die Räume für Strausberg eng machte und offensiv seine Möglichkeiten unter dem Korb weitestgehend ausgeschöpft hat. Lediglich die  Ballverluste müssen minimiert werden.“

Nach dem Seitenwechsel bot sich dem Betrachter ein anderes Spiel. Strausberg erkannte die Gefahr, die vom Gastgeber ausging, wenn die EBV-Spieler in ihre Zone einbrechen wollten und machten diesen Raum „dicht“. So war der EBV gezwungen, über außen zu kommen und zu den groß aufgewachsenen  EBV-Centern zu spielen beziehungsweise auf Dreipunktewürfe zu setzen. Alle sechs EBV-Center hatten gegen die Strausberger „Kanten“ einen sehr schweren Stand, knieten sich in ihre Aufgabe und erreichten im gesamten Spiel 14 Rebounds, erzielten in der 2. Halbzeit 18 Punkte.

Der Ball lief über die Offensivspieler Jan Grünberg, Kevin Köster, Dennis Herkt und Oliver Schwanz und sollte zum schnellsten Mitspieler werden. Das gelang nur zum Teil, zu viele Ballverluste (18 in 40 Minuten) prägten das EBV-Spiel.

In diese Offensivfehler klinkte sich Strausberg jetzt selbst offensiv ein und punktete mehrere Male mit schnellen Angriffen. Aus dem knappen Vorsprung wurde ein 28:33-Rückstand (29.).

Spielerisch nichts zuzulegen

Der Trainer versuchte die EBV-Hektik durch eine Auszeit etwas zu reduzieren, was nur phasenweise gelang. Zu allem Pech verfehlten 14 von 16 Dreipunktewürfe ihr Ziel. Der Strausberger Korb war wie zugenagelt. Die drohende Niederlage nahm ihren Lauf.

Der EBV hatte spielerisch nichts mehr zuzulegen. Mit 33:45 (37. Minute) ging es in die Schlussphase, drei Punkte von Marcus Vorhoff und letztlich zwei Zähler vom U 18-Spieler Max Kalisch waren nur noch Ergebniskosmetik. Der EBV verlor klar und verdient mit 37:53 gegen ein homogenes, sehr eingespieltes Team.

Der Eisenhüttenstädter Trainer Manfred Borchert: „Ich mache meinen Männern keinen Vorwurf. Wir haben defensiv gut gestanden und konnten uns offensiv leider nicht belohnen. Wir waren gegen Strausberg die grünen Jungs, die gegen solch gestandene Haudegen noch viel zu lernen haben. Topscorer meines Teams war Marc René Raue mit zwölf Punkten, der seinen Körper resolut einsetzte. Mein Glückwunsch geht an den KSC.“

EBV gegen KSC Strausberg: Roman Theißen 2 Punkte, Moritz Mahlich 0, Kevin Köster 3 Punkte, 1 Dreier, Max Kalisch 4, Marc René Raue 12 Punkte, 2/4 Freiwürfe, Toni Meinhardt 5 Punkte, 3/4 FW, Dennis Horn, Jan Grünberg, Oliver Schwanz 3 Punkte, 1 Dreier, Marcus Vorhoff 6 Punkte, 2/4 FW, Dennis Herkt 2

Freiwürfe: EBV 7/12 (58 Prozent),  Strausberg 7/18 (39 Prozent)