Basketball
: Oderstädter noch in der Lernphase

Auch der dritte Punktspieltag hat dem Eisenhüttenstädter Basketball-Oberliga-Team der U 16 keinen Sieg beschert.
Von
Manfred Borchert
Eisenhüttenstadt
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Überzeugt athletisch: Vitali Palkin (mit Ball) erzielte gegen Schwedt 26 Zähler und gegen die WSG 15 Punkte.

Bernd Pflughöft

Gegen die teilweise sehr groß gewachsenen Spieler aus Schwedt war es für das EBV-Team von Anfang an sehr schwierig, sich defensiv zu behaupten und offensiv durchzusetzen. Die Eisenhüttenstädter waren teilweise wesentlich kleiner und nicht so robust wie die Schwedter. Diese wussten ihre Vorteile vornehmlich in der ersten Halbzeit gut zu nutzen. Ein  22:8 nach zehn Minuten und ein 17:11 im 2. Viertel für die Uckermärker ist deutlicher Beleg für deren Überlegenheit.

Aber defensiv stand das EBV-Team nach und nach wesentlich besser und kompakter, machte die Räume für die Schwedter enger. Es gelangen viele Rebounds von Jil Schmidt, Adrian Schubel, Vitali Palkin und Patrice Bisch, insgesamt 27. Leider belohnten sich die Stahlstädter offensiv zu wenig. Sei es, dass es viel zu viele Ungenauigkeiten im Zuspielbereich gab und dass 70 Prozent aller Korbwürfe das Ziel verfehlten. So ging es mit 19:39 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel war das EBV-Team wie ausgewechselt. Es gab weniger Fehler und bei der Chancenverwertung legte das Team um 75 Prozent zu. Prompt gewann der EBV dieses Viertel klar mit 23:14, nach 30 Minuten führte Schwedt nur noch mit 53:42.

Sandro Lay wird vermisst

Das war Balsam für die Moral der Eisenhüttenstädter Spieler. Jedoch reichte dieses eine Viertel (noch nicht) zum Sieg. Hier wurde schmerzlich der schnelle, leider aber erkrankte Sandro Lay vermisst.

Die Schwedter Spieler merkten, dass sie wieder mehr investieren mussten. Das taten sie denn auch und gewannen am Ende verdient mit 76:58. Beste Spieler des Spiels waren Jil Schmidt und Aufbauspieler Adrian Schubel. Vitali Palkin erzielte souveräne 26 Punkte, er hätte die Partie für den EBV bei eigener besserer Effektivität allein entscheiden können.

Gastgeber WSG drückt

Unmittelbar danach erwartete die WSG Fürstenwalde die Stahlstädter. Die WSG hatte gegen Schwedt klar gewonnen. Das taten sie in sehr beeindruckender Manier auch gegen den EBV. Ein 150:60 sagt alles über die Spielstärke des Gastgebers. Aus allen Mannschaftsteilen machten sie enormen offensiven Druck. Der EBV wurde förmlich immer wieder überrannt. Ein 31:15, 74:25, 106:44 waren die Zwischenstationen für diesen Kantersieg gegen die in allen Belangen komplett überforderten Eisenhüttenstädter.

Wesentlich in die Karten spielte dem WSG, dass einer der körperlich starken EBV-Spieler Vitali Palkin (15 Punkte, nur 1/8 Freiwürfe) sich schnell mit drei Fouls (8. Minute) ausbootete. Jetzt mussten andere Spieler für ihn spielen. Das taten sie mit Bravour, so zum Beispiel Patrice Bisch, der sich im zweiten Spiel steigern konnte und zwölf Punkte sowie 4/8 Freiwürfe erzielte.

EBV-Trainer Manfred Borchert stellte positiv fest, dass „mein Team trotz der klaren Niederlage nie aufgab und immer wieder versuchte als Team zu fungieren. Das rechne ich ihnen hoch an.“ Lobend zu erwähnen sind neben dem Regisseur und Aufbauspieler Adrian Schubel (35 Punkte in beiden Spielen) Luis Weber, Nico Schulpig und Jil Schmidt.  „Natürlich spielt Fürstenwalde in einer anderen Liga, wir konnten hier nur lernen und werden uns weiter gut vorbereiten.“

EBV gegen Schwedt: Vitali Palkin 26 Punkte, 0/2 Freiwürfe, Georg Jorkisch 0/2 FW, Jil Schmidt 4 Punkte, 0/2  FW, Marvin Schlegel, Conor Joel Kästner, Luis Weber, Adrian Schubel 14, Jeremy Kohnert 6, Patrice Bisch 4, Nico Schulpig 4

Freiwürfe: EBV 0/6 (0 Prozent), Schwedt 4/11 (36 Prozent)

EBV gegen Fürstenwalde: Vitali Palkin 15 Punkte, 1/8 Freiwürfe, Georg Jorkisch 0/2 FW, Jil Schmidt 1 Punkt, 1/2 FW, Marvin Schlegel 2, Conor Joel Kästner 3 Punkte, 1/2 FW, Adrian Schubel 21 Punkte, 1/1 FW, Jeremy Kohnert 6, Patrice Bisch 12 Punkte, 4/8 FW, Luis Weber, Nico Schulpig

Freiwürfe: EBV 8/23 (35 Prozent), Fürstenwalde 11/25 (44 Prozent)