Betreuung
: Land fördert Kindergarten-Neubau in Müllrose mit 1,5 Millionen Euro

Die Müllroser Kirchengemeinde baut einen Kindergarten für 70 Mädchen und Jungen. Das Land schießt 1,5 Millionen Euro zu.
Von
Frank Groneberg
Müllrose
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Die Müllroser Kirchengemeinde baut einen Kindergarten für 70 Mädchen und Jungen. Das Land schießt 1,5 Millionen Euro zu. (Symbolbild)

Monika Skolimowska/dpa

Denn Mitte Mai ist der Förderbescheid in Müllrose eingetroffen, wie Pfarrer Matthias Hirsch auf Nachfrage freudig bestätigt. Mit 1,48 Millionen Euro fördert das Land Brandenburg den Bau des Kindergartens. „Das sind 75 Prozent der förderfähigen Kosten“, erläutert er. Die Kirchengemeinde als Bauherrin plane mit Gesamtkosten von 2,02 Millionen Euro. Davon sind 1,9 Millionen Euro förderfähig. Anfang Juli werden Brandenburgs Landwirtschaftsminister Axel Vogel (Bündnis ’90/Grüne) und Oder-Spree-Landrat Rolf Lindemann (SPD) zur offiziellen Übergabe des Zuwendungsbescheids in Müllrose erwartet.

„Es ist noch nicht mal zwei Jahre her, dass wir im Gemeindekirchenrat zum ersten Mal überhaupt darüber gesprochen haben, einen Kindergarten zu bauen“, erzählt Matthias Hirsch. „Noch nicht mal zwei Jahre und jetzt können wir schon mit dem Bau beginnen – das ist wirklich schnell gegangen.“ Datiert sei der Förderbescheid auf den 15. April – mit der Maßgabe, innerhalb von acht Wochen mit den Bauarbeiten zu beginnen. Da der Bescheid aber erst Mitte Mai tatsächlich in Müllrose eingetroffen ist, sei diese Bedingung nur schwer zu erfüllen, sagt der Pfarrer. „Wir sind aber schon auf der Baustelle aktiv: Wir haben mit den Baugrunduntersuchungen begonnen.“

Der Kindergarten wird auf einer Fläche im Weideweg errichtet werden. Das Grundstück gehört der evangelischen Kirchengemeinde. Auf dem Areal, das an einen Wohnblock grenzt, befanden sich noch vor wenigen Monaten mehrere Kleingärten. „Wir haben alle betroffenen Kleingärtner persönlich besucht und mit jedem eine einvernehmliche Lösung gefunden“, berichtet Mat­thias Hirsch. Bereits im Oktober 2019 hatte es in der Kirche eine Anliegerversammlung gegeben, danach sei auch noch mal separat mit den Anwohnern gesprochen worden. „Es gab letztlich gegen unser Projekt überhaupt keine Klagen oder Einsprüche – das ist nicht unbedingt immer so.“ Die Kirchengemeinde habe zudem ein Emissionsgutachten erstellen lassen, da sich in unmittelbarer Nähe zum Kindergarten ein Agrarbetrieb befindet. Ergebnis: „Es gab keine Einwände.“

Dank an die Projektgruppe

Pfarrer Hirsch dankt der Projektgruppe in der evangelischen Kirchengemeinde, die den Bau des Kindergartens seit 2018 vorbereitet. „Das machen die Leute ganz toll“, lobt er und ergänzt: „Mein Dank gilt auch all denen, die uns hier kompetent begleiten – jeder mit seiner Kompetenz.“ In den nächsten Wochen und Monaten würden die konkreten Planungen für den Bau erstellt. Und im Herbst, so der Plan, solle die Grundsteinlegung erfolgen.