Bildung
: Mehr Förderung für die Schüler in Brieskow-Finkenheerd

Über die pädagogischen Konzepte der Grundschulen im Amt Brieskow-Finkenheerd wird beraten.
Von
Dietmar Puttins
Brieskow-Finkenheerd
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Für die Sozialpädagogin ist ein Büro im Jugendklub an der Hauptstraße in Wiesenau (Flachbau, rechts) angedacht.

Dietmar Puttins

Vorlauf: Nachdem sich der Awo Kreisverband Eisenhüttenstadt zum Jahresende 2019 hin aus der Jugend- und Schulsozialarbeit zurückgezogen hatte, hielt seither der Awo Bezirksverband Brandenburg Ost die Angebote aufrecht.  Inzwischen beschäftigt der Awo Bezirksverband seit dem 1. Januar 2020 die Sozialpädagogin Lisa Braun in Vollzeit. Die 27-Jährige, erläutert Jens Krüger, bei der Awo zuständiger Abteilungsleiter Kinder, Jugend und Familie, ist zu gleichen Teilen nur an den Grundschulen in Groß Lindow und Ziltendorf tätig und kümmert sich dort um die Grundschüler und ihre Eltern. Grundlage für den Einsatz der Sozialpädagogin ist ein Förderprogramm mit dem besagtem Titel „Durchführung und Ausgestaltung zur Förderung von Angeboten für Kinder im Grundschulalter und ihre Eltern“. Dazu muss man wissen: Auf der Suche nach einer für alle Beteiligten annehmbaren Finanzierung hatte sich herausgestellt, dass klassische Schulsozialarbeit an Grundschulen nicht finanziell gefördert wird.

Hier, so die Awo, sei es dem Amt Brieskow-Finkenheerd und den Bürgermeistern zu verdanken, dass das neue Angebot zum Tragen komme. Jens Krüger: „Die Kommunen haben sich vehement für das Angebot eingesetzt. Das Amt macht sich in diesem Punkt ganz klar für seine Kinder und ihre Eltern stark.“ Nicht zuletzt müsse man den Landkreis Oder-Spree hervorheben, der erkannt habe, dass ein entsprechender Bedarf an Grundschulen des Landkreises vorhanden sei. Im Zuge dessen,  so Jens Krüger, sei das Förderprogramm ins Leben gerufen worden. Die Personal- und Sachkosten tragen das Amt Brieskow-Finkenheerd und der Landkreis.

Für den Schulalltag bedeutet das Förderprogramm, dass die Kollegien an den Grundschulen in Groß Lindow und Ziltendorf nach und nach gemeinsam mit der Sozialpädagogin Lisa Braun Angebote entwickeln, die nicht nur die Kinder erreichen, sondern auch Eltern helfen sollen, sofern diese es wünschen. Denn denkbar wäre, dass Lernprobleme eines Grundschülers häusliche Ursachen haben, zum Beispiel Armut, finanzielle Probleme oder Krankheiten in der Familie.

Awo in drei Jugendklubs aktiv

Der Awo Bezirksverband bringt sich auch bei den Jugendklubs stärker ein. Die Awo-Erzieherin Diana Hensel betreut jetzt neben den Jugendtreffs in Ziltendorf und Brieskow-Finkenheerd auch den Jugendklub in Groß Lindow. Grund: Dort zieht sich der Verein „Der Club“ langsam aus der Kinder- und Jugendarbeit zurück. Der Pachtvertrag für das Gebäude im Knappenweg 5 wurde aufgelöst, wie der Vereinsvorsitzende René Peisker bestätigt.