Corona-Krise: Bis zu acht Tests pro Tag auf EKO-Gelände Eisenhüttenstadt

Hinweis: Ein provisorisches Schild weist den Weg zum Testzentrum auf dem Eko-Gelände.
Stefan LötschNeun Ärzte aus Eisenhüttenstadt haben sich bereit erklärt, während der Öffnungszeiten die Abstriche vorzunehmen. Unterstützt werden sie jeweils von einem Mitarbeiter des kreislichen Gesundheitsamtes, sagt Uta Böhme. Die niedergelassene Allgemeinärztin in Eisenhüttenstadt hat als Regionalbeirätin der kassenärztlichen Vereinigung Berlin-Brandenburg (KVBB) maßgeblich dazu beigetragen, dass es auch in Eisenhüttenstadt einen Standort gibt. Innerhalb weniger Tage konnte das realisiert werden.
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Uta Böhme hebt dabei besonders das Engagement von Landrat Rolf Lindemann und Dr. Ricardo Saldaña-Handreck, Leiter des kreislichen Gesundheitsamtes, hervor. Beide seien persönlich vor Ort gewesen und haben bei der Suche nach einem geeigneten Standort geholfen. Auch hat der Landkreis die Schutzkleidung gestellt. Die zunächst von der Stadt vorgeschlagene Turnhalle im Diesterwegring hat sich nicht als geeignet erwiesen. Dort fehlten vor allem Parkplätze, erklärt Uta Böhme. Sehr gute Bedingungen herrschen nun an dem Zentrum, das sich auf dem EKO-Gelände befindet.
Momentan werden täglich von bis zu acht Verdachtsfällen Abstriche genommen. Nach wie vor ist der Zugang zu dem Zentrum strikt geregelt. „Voraussetzung für einen Test dort ist eine Überweisung durch den Hausarzt oder eine Anordnung durch das Gesundheitsamt“, erklärt Uta Böhme. Die Proben, die nicht durch das geöffnete Autofenster hindurch genommen werden, damit auch wirklich ein Abstrich aus dem Rachenraum erfolgt, werden in einem Labor in Frankfurt getestet. Auf der Homepage des Labors wird darauf hingewiesen, dass man an die Kapazitätsgrenze stoße und nur Proben untersuche, die nach Vorgaben des Robert-Koch-Instituts genommen werden.
Testergebnisse am nächsten Tag
Die Ergebnisse, so Uta Böhme, liegen am nächsten Tag vor. Ob unter den untersuchten Verdachtsfällen sich tatsächlich jemand befindet, der am SARS-CoV-2-Virus erkrankt ist, vermag sie nicht zu sagen. Die Ergebnisse werden dem überweisenden Hausarzt beziehungsweise dem Betroffenen selbst mit geteilt.
„Die Zentren sind ein wichtiger Baustein für die Diagnostik, um Infektionsrisiken in den Arztpraxen zu minimieren und sie helfen, Schutzausrüstungen, für die weiterhin Engpässe bestehen, so zu konzentrieren, dass ein effektiver Einsatz möglich ist“, betont Dr. Ricardo Saldaña-Handreck.
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