Doku über Eisenhüttenstadt: Vor 60 Jahren fürs Fernsehen gedrehter Film im Internet

Fast 60 Jahre alt: Die westdeutsche TV-Doku „Neue Stadt an der Oder. Eisenhüttenstadt“ von 1967/68 ist im Internet zu finden. (Repro)
Frank Groneberg- Online verfügbar: Eine TV-Doku von 1967/68 zeigt Eisenhüttenstadt und das EKO.
- Der 40-minütige Film stellt Stadtplanung, Kulturleben und fehlendes Nachtleben dar.
- Zu sehen sind Planstadt, Fürstenberg (Oder), Jugendweihe und die Leninallee.
- Gezeigt werden Kindergärten, Schulen und die EKO-Entwicklung – inkl. Kaltwalzwerk 1968.
- Geplante Bauten wie Rathaus und Kulturhaus blieben aus, dazu läuft ein Schlager von 1960.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Das ist Eisenhüttenstadt. Eine Stadt für ein Werk. Für das Eisenhüttenkombinat Ost.“ Mit diesen Worten beginnt eine sehenswerte Dokumentation, die vor fast 60 Jahren von der Westberliner Chronos-Film GmbH für das westdeutsche Fernsehen gedreht worden ist.
Der 40-minütige Film unter dem Titel „Neue Stadt an der Oder. Eisenhüttenstadt“, entstanden 1967 und 1968, ist aus heutiger Sicht ein historisches Zeitdokument. Und das nicht nur, weil die Stadt und ihre Menschen ausführlich dargestellt werden und zu Wort kommen.
Die Filmemacher stellen sehr sachlich die Planungen für die Stadt vor, beleuchten das Kulturleben, die Anordnung der Gaststätten und das (nicht vorhandene) Nachtleben. Zu sehen sind die Planstadt und der Ortsteil Fürstenberg (Oder), der damals offiziell „Eisenhüttenstadt-Ost“ hieß, eine Jugendweihe, der Brunnen der Jugend in der Heinrich-Heine-Allee in seiner ursprünglichen Form. Und natürlich immer wieder die „Repräsentationsstraße“ Leninallee.
Kulturhaus wurde nie gebaut
Ausführlich kommen junge Menschen zu Wort, die damals in die Stadt gezogen sind – um im EKO zu arbeiten und weil sie hier sofort eine Wohnung bekamen. Kindergärten und Schulen werden gezeigt und vor allem wird die Entwicklung des Werks umfassend dargestellt. So ist auch die Einweihung des Kaltwalzwerks am 29. Juni 1968 (vier Jahre später als geplant) zu sehen.

Schichtende mit Trabis: Beschäftigte des EKO fahren 1967 durch die Werkstraße nach Hause. (Repro)
Frank GronebergDie Zuschauer erfahren aber auch, wie der bis heute unfertige Zentrale Platz eigentlich hätte gestaltet werden sollen: Das auf der westlichen Seite geplante Rathaus wurde ebenso nie gebaut wie das riesige Kulturhaus als Abschluss der Leninallee. Ein Bonbon zum Schmunzeln ist der Schlager „Jung sind die Herzen in Stalinstadt“ in einer Aufnahme von 1960, als die Stadt ihren zehnten Geburtstag feierte.
Zu sehen ist die Doku auf dem Youtube-Kanal der Chronos Media GmbH. Kurzlink: 2x2.me/eutNSV
