Einbruch in Eisenhüttenstadt: Täter kam über Balkon – ist es ein Serien-Einbrecher?

Einbrecher nutzen oft auch Balkons – hier sind welche in der Friedrich-List-Straße in Eisenhüttenstadt zu sehen – um in Wohnungen einzudringen.
Gerrit FreitagEs gibt Mieter, die wohnen nicht gern Parterre. Sie fühlten sich dort nicht sicher, ist immer wieder zu hören. Nicht nur, aber auch in Eisenhüttenstadt. Hintergrund sind oft Fenster oder Balkons, die natürlich auch von außen wesentlich leichter zugänglich sind als in höher gelegenen Etagen.
Einen Balkon im VI. Wohnkomplex wollte ein Mann nun offensichtlich nutzen, um in die Wohnung einzudringen. Nach Angaben der Polizeidirektion hatte ein Unbekannter am 18. Juli versucht, über die zum Teil geöffnete Balkontür in eine Wohnung in der Friedrich-List-Straße einzudringen. „Als der Mann durch einen geöffneten Spalt griff, entdeckte die Mieterin der Wohnung den Eindringling und machte sich lauthals bemerkbar“, informiert die Polizei. Der Fremde flüchtete daraufhin sofort.
Einbruch in Eisenhüttenstadt: So soll der Täter aussehen
Doch es gibt eine Täterbeschreibung:
- Der Mann wird auf 20 bis 30 Jahre geschätzt.
- Er soll schlank sein und
- zum Tatzeitpunkt eine kurze Hose sowie ein rosafarbenes T-Shirt oder Hemd getragen haben.
Die Kriminalpolizei ermittelt in dem Fall.
Möglicherweise handelt es sich ja um einen Serientäter. Denn nur einen Tag zuvor meldete die Polizei einen Einbruch in eine Wohnung in der Karl-Marx-Straße. Aus dieser wurden Schmuckgegenstände, Lebensmittel sowie ein Mobiltelefon gestohlen hätten. Welche Ähnlichkeiten es zwischen dem Fall am 18. und dem am 17. Juli gibt?
Beide Male nutzen die Täter die Balkons. Beide Taten geschahen am Nachmittag. Im ersten Fall haben Kriminaltechniker mutmaßliche Täterspuren in der Wohnung sichern können.
Anstieg bei Wohnungseinbrüchen
Die bundesweite Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) hat für das Jahr 2023 einen Anstieg beim Wohnungseinbruch. Insgesamt wurden bundesweit 77.819 Fälle einschließlich der Einbruchsversuche erfasst. 2022 waren 65.908. Die Aufklärungsquote lag 2023 bei 14,9 Prozent, heißt es auf der Internetseite Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Die Täter haben meist leicht erreichbare Fenster und Wohnungs- bzw. Fenstertüren genutzt.
Wer seine Wohnung oder das Haus verlässt, sollte deshalb immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren verschließen. „Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster“, heißt es seitens der Polizei.


