Vier Kadaversuchhunde aus Rheinland-Pfalz unterstützen nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest seit Montag im Landkreis Oder-Spree die Suche nach Fallwild. „Am Morgen wurde das Team begrüßt. Nach der Lageeinweisung begann der Einsatz der speziell ausgebildeten Hunde“, teilte Kreissprecher Mario Behnke mit.
„Wir sind sehr froh über diese Unterstützung aus Rheinland-Pfalz. Gerade im Dickicht von Waldgebieten sind die Hunde sehr effiziente Helfer. Dort allein mit Menschenketten zu suchen, ist äußerst schwierig“, erklärte Amtstierärztin Petra Senger.

Trainiert, totes Wild aufzuspüren

Die Kadaversuchhunde sind darauf trainiert in freier Suche totes Schwarzwild aufzuspüren. Ausgestattet mit Warnweste und GPS-Sender wird eine bestimmte Parzelle durch die ausgebildeten Spürnasen systematisch abgesucht und gefundene Tiere werden angezeigt. Der Suchhund geht aber nicht an den Kadaver, damit er oder auch die Hundeführer das Virus nicht weitertragen.

Kerngebiet umfasst 58 Kilometer

Derweil wurden bis Sonntag 36 Kilometer des Kerngebietes der Seuchenbekämpfung mit einem mobilen Weidezaun umgeben. Die noch fehlenden Weidezaungeräte des insgesamt 58 Kilometer umfassenden Kerngebietes wurden am Montag beschafft und angeschlossen.

Suche wird erweitert

„Mit der Fertigstellung des Zaunes um das Kerngebiet kann nun der nächste Schritt gegangen werden und die Fallwildsuche im Landkreis Oder-Spree auch auf das gefährdete Gebiet außerhalb des Zaunes ausgedehnt werden“, erklärte Mario Behnke. Am Montag wurde ausgehend von der Begrenzung der Kernzone die Suche in das gefährdete Gebiet hinein erweitert. Zum Einsatz kommen dabei Suchtrupps am Boden, Drohnen und erstmals eben auch vier speziell ausgebildete Kadaversuchhunde.