Finale: „Self-Control“ gewinnen Band-Wettbewerb
Die Spannung im Friedrich-Wolf-Theater war am Sonnabend vor der Entscheidung förmlich mit den Händen zu greifen. Vier Bands hatten es bis ins Finale geschafft. „Jungen Künstlern eine Bühne zu schaffen, die Möglichkeit zu geben, ihre Talente zu zeigen, haben wir uns auf die Fahne geschrieben“, hatte Andrea Titzki, Vorstandsvorsitzende der Axel-Titzki-Stiftung, bei der Verkündung der Idee vor mehr als einem Jahr gesagt.
Diese Idee ist jedenfalls bestens aufgegangen. Mehrere Auswahlrunden und ein Halbfinale mussten die Bands „Hotel Lunik“, "Chnnls“, „Valentin & Band“ und "Self-Control“ überstehen, bis sie am Sonnabend auf der Bühne stehen konnten. Bedingung für die Teilnahme war, dass die Musik nicht nur selbst gesungen, sondern auch selbst getextet und komponiert wurde.
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„Das ist schon etwas Besonderes“, findet Jury-Mitglied Walter Thomas Heyn. Auf dem Weg ins Finale haben die Bands eine spannende Entwicklung mitgemacht. So präsentierte sich die Eisenhüttenstädter Band „Hotel Lunik“ im Halbfinale erstmals deutschsprachig und auch im Finale wurden die drei Songs auf Deutsch vorgetragen. „Self-Control“ hingegen blieb bei englischen Texten, musste sich aber in Eisenhüttenstadt auf fremdem Terrain beweisen: In Frankfurt hat die reine Mädchenband durch verschiedene Auftritte, so beim MOZ-Talk, schon einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht.
Bei der Vorstellung der Jury-Mitglieder verkündet Jäcki Reznicek, Bassist bei Silly, ganz nebenbei, im nächsten Jahr mit Silly wieder beim Stadtfest in Eisenhüttenstadt mit Silly aufzutreten. Als Tipp von Musiker und Gesangslehrer Matthias Krizek gibt es vor dem großen Finale mit auf den Weg, besonders auf die Atmung zu achten. Als erste Band müssen „Chnnls" auf die Bühne. Der Workshop, den sie in Vorbereitung auf das Finale erhalten haben, war sehr nützlich verkündet der Bandleader. Das Preisgeld, immerhin 500 Euro, wollten sie im Falle des Sieges, wie übrigens auch die anderen Bands, in Technik investieren. Nach jeder Darbietung gibt ein Resümee der Jury, welches zumeist ziemlich freundlich ausfällt.
„Self-Control“, danach an der Reihe, werden mit den allergrößten Komplimenten bedacht, machen ihre Sache auch toll und sind immerhin mit Abstand die jüngsten Musiker des Abends. „Valentin & Band“ hatten sich extra wegen des Wettbewerbs gegründet und konnten den Workshop vor dem Finale noch nicht in Anspruch nehmen. Sie fahren dafür aber mit einer anderen Band nach Prag zu einer Straßenfestival-Tournee. Die am meisten bejubelten Lokalmatadoren sind „Hotel Lunik“, die wirklich eine reife Leistung abliefern.
Eigentlich soll nach der ersten Finalrunde eine erste Entscheidung fallen und eine Band ausscheiden. Allerdings qualifizieren sich alle Bands für die finale Finalrunde, wo nochmals jeder einen Titel vortragen darf. „Der Axel sitzt jetzt auf Wolke Sieben und hat sich bestimmt gefreut, das alle Bands noch einmal spielen dürfen“, kommentiert Moderator Ronny Gander.
Total begeistert zeigt sich Zuschauer André Blietz in der Pause. „Es ist prima, dass es in der Region so einen tollen Musikpreis für Nachwuchskünstler gibt“, erklärt er. Eisenhüttenstadts Bürgermeister Frank Balzer lobt die Stiftungsarbeit und verspricht den Siegern neben einem Auftritt auf dem Stadtfest noch einen Auftritt im Friedrich-Wolf-Theater.
Schließlich trifft die Jury eine Entscheidung. Sie fällt zugunsten von „Self-Control" aus. Die Mädchen jubeln, die anderen Bands und auch die heimlichen Zuschauerfavoriten „Hotel Lunik“ zeigen sich fair. „Wir gönnen es den Mädchen wirklich, sind aber trotzdem traurig“, sagt der Sänger. Gemeinsam mit „Chnnls“ werden „Hotel Lunik“ Zweite, „Valentin & Band“ Dritte.
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