Finanzen
: Ausgaben, aber keine Einnahmen im Neuzeller Freibad

Durch das geschlossene Freibad verliert die Gemeinde Neuzelle 25 000 Euro, die eingeplant waren.
Von
Janet Neiser
Neuzelle
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Bleibt 2020 zu: das Freibad in Neuzelle

Gerrit Freitag

Sicherlich würden auf der anderen Seite gewisse Ausgaben für Strom und Personal gespart, aber längst nicht alle. Bestimmte Personalkosten — beispielsweise für den Schwimmmeister, der fest angestellt ist — bleiben. Energiekosten sind ebenso angefallen, denn die Pumpen im gefüllten Wasserbecken arbeiten dennoch, wenn auch nicht auf Hochtouren.

Defizit im Haushalt von Neuzelle ist eingeplant

„Wir hatten das Freibad komplett vorbereitet. So etwas geht nicht von heute auf morgen“, sagt die Kämmerin. Man wollte auf jeden Fall gewappnet sein, falls es doch noch zu einer Öffnung gekommen wäre. „Wir wollten ja aufmachen“, versichert sie. Auch der Amtsdirektor hatte sich aufs traditionelle Anbaden mit dem Neuzeller Bürgermeister freut. Doch dazu kam es nicht. Die Umstände haben dagegen gesprochen. Zudem wurden Reparaturen durchgeführt. All das kostet Geld.

Es gab also Ausgaben, aber keine Einnahmen. So ein Freibad ist immer ein Minusgeschäft. Aus diesem Grund war im Haushalt der Gemeinde Neuzelle bereits ein Defizit von 112.000 Euro eingeplant. Ob dieses ausgeschöpft wird, muss sich zeigen. Was die Finanzierung betrifft, so hatten 2019 erstmals die Gemeinden Lawitz und Neißemünde Geld für die Bewirtschaftung hinzugegeben. Neißemünde beteiligte sich mit 5000 Euro, Lawitz mit 2000 Euro. Die Summen sind für dieses Jahr ebenfalls im Haushalt eingestellt.