Gastronomie
: Betreiber für Mocca-Milch-Eisbar gesucht

Einrichtung in der Lindenallee ist seit der Insolvenz der IceGuerilla geschlossen. Gespräche mit dem Insolvenzverwalter laufen.
Von
Stefan Lötsch
Eisenhüttenstadt
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Außer Betrieb: Seit einigen Wochen ist die Mocca-Milch-Eisbar in der Lindenallee geschlossen.

Stefan Lötsch

Durch die Insolvenz der IceGuerilla aus Beeskow, die die Eisbar gemietet und auch betrieben hat, ist der Geschäftsbetrieb seit Anfang Dezember eingestellt. Während es für die Eisfabrik in Beeskow inzwischen eine Lösung gibt, konnte der Insolvenzverwalter für die Filialen in Eisenhüttenstadt und Berlin keinen Interessenten finden.

„Derzeit laufen Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter“, bestätigt Oliver Funk, Geschäftsführer der städtischen Gebäudewirtschaft. „Wir hätten dort gerne wieder ein Eiscafé drin“, hofft Funke auf Interessenten, die den traditionsreichen Standort, der 1961 eröffnet wurde, direkt neben dem Friedrich-Wolf-Theater fortführen wollen.

Tatsächlich wäre das ohne viel Aufwand möglich. Wer durch die Schaufensterscheibe guckt, sieht die Tische, Stühle und die Verkaufstheke, so, als seien sie tatsächlich nur kurz für eine Winterpause außer Betrieb genommen worden. Aber das Inventar ist Gegenstand der Verhandlungen, ob es zur Insolvenzmasse gehört und was davon übernommen werden könnte. Einige Meter weiter, an der Beeskower Straße steht derzeit eine weitere gastronomische Einrichtung leer, die Fenster dort sind allerdings mit Plastikplanen verhängt. Das ehemalige Restaurant C`est la vie in der Lindenallee 54 hat ebenfalls schon einige Zeit geschlossen. Der ehemalige Betreiber hat sein Inventar mitgenommen.

Oliver Funke hofft, an diesem Standort wieder eine Bar etablieren zu können. Und die Hoffnung ist nicht ganz unbegründet. Es gebe Gespräche mit Interessenten. Die Gewi müsste dann die Räume erst mal nach neusten Vorschriften für eine gastronomische Einrichtung sanieren.

Leerstand verringert

Während für die gastronomischen Einrichtungen der Gewi in der Lindenallee noch Interessenten gesucht werden, haben sich bei anderen Ladengeschäften schneller Lösungen ergeben, als gedacht. Die relativ große Ladenfläche, auf der bis voriges Jahr das Haushaltswarengeschäft Felscher war, wird derzeit komplett umgebaut. Dort soll in diesem Jahr noch ein Geschäft eröffnet werden.

In den Räumen neben dem Buchhaus Jachning wird demnächst auch Betrieb wahrzunehmen sein. Wie Oliver Funke erklärt, wird dort eine medizinische Podologie eröffnen. Derweil zeichnet sich neuer Leerstand ab. Das Geschäft Chocolata wird im März schließen. Aber auch für diese relativ kleine Fläche gibt es schon Ideen, wie sie danach genutzt werden könnte, sagt der Geschäftsführer.