Handball: HSG nimmt Revanche für Hinspiel-Niederlage

Beim Wurf: der Müllroser Patrick Rheinsberg (rotes Shirt), weiter am Kreis von links Erik Stekbauer, Tobias Heinrich (beide Friedland), Martin Berger (HSG), Marc Roggan (Friedland) und Benedict Mendyk (rechts/Müllrose)
michael benkVor knapp 200 begeistert mitgehenden Fans entwickelte sich ein bis zum Ende hin überaus spannendes Duell, das zunächst aber die Gastgeber klar im Vorteil sah. Nach ausgeglichenem Spielbeginn, 4:4 in der 9. Minute, konnte sich die HSG-Reserve in der Folge absetzen. Nach einem Doppelpack von Benedict Mendyk zum 6:4 warf Maximilian Gordziel in der 15. Minute erstmals mit dem 8:5 einen Drei-Tore-Vorsprung heraus.
Danach folgte die spielerisch beste Phase der Schlaubetaler. In der Abwehr wurde gut verschoben, die gegnerischen Angreifer rechtzeitig am Torwurf gehindert und konzentriert nach vorn gespielt. Dadurch ließ man in der Abwehr bis zur 24. Minute nur noch einen Gegentreffer zu und baute im Angriff den Vorsprung durch vier Treffer von Tilman Schmidt, Benedict Mendyk, Patrick Rheinsberg und Florian Lusansky auf 13:7 aus.
Diese Phase des Spiels sollte sich am Ende der Partie als spielentscheidend erweisen. Denn nach einer Auszeit von HSG-Trainer Uwe Bannert in der 26. Minute kam es im Spiel der Gastgeber unvermittelt zu einem Bruch. Die Sicherheit in der Deckung war genauso dahin, wie die bis dahin gute Angriffseffektivität.
Es schien fast so, als wenn die Müllroser Mannschaft erst während der Auszeit realisiert hatte, dass sie bis zum Ende ohne ihren besten Torschützen Felix Preiss wird auskommen müssen. Denn dieser hatte sich zuvor so schwer verletzt, dass er nicht mehr mitwirken konnte. Ohne große Gegenwehr erzielten jetzt die Friedländer vier Treffer in Folge und waren damit mit dem Halbzeitstand von 13:11 wieder im Spiel.
In der Halbzeitpause wies HSG-Trainer Uwe Bannert sein Team noch einmal darauf hin, dass man vor allem in der Deckung wieder zur Stabilität finden muss. Im Angriff sollte nach dem Ausfall von Felix Preiss möglichst von allen Positionen Torgefahr ausgestrahlt werden.
Nach dem Anschlusstreffer durch den zweitbesten Friedländer Torschützen Erik Stekbauer nutzte der SSV eine Zeitstrafe gegen den Müllroser Tilmann Schmidt zum 13:13.
In der 44. Minute Gleichstand
Jetzt wogte das Spiel hin und her und bis zum 16:15 durch den mit acht Treffern besten HSG-Werfer Benedict Mendyk konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Einen verworfenen Siebenmeter der Friedländer konnte Patrick Rheinsberg nutzen, um die Schlaubetaler in der 39. Minute mit zwei Treffern 17:15 in Führung zu bringen. Das sollte insofern von Bedeutung sein, da den Friedländern nur noch einmal in der 44. Minute mit dem 19:19 ein Gleichstand in diesem Spiel gelang.
Ansonsten lag die HSG-Mannschaft immer mit ein, zwei Treffern in Front. Als Justin Korau in der 52. Minute mit dem 24:21 der Führungsausbau auf drei Treffer gelang, schienen sich die Müllroser endgültig auf der Siegerstraße zu befinden.
Doch es sollte noch einmal richtig dramatisch werden. Die Friedländer erzielten in der 55. Minute per Siebenmeter den Anschluss zum 23:24. Nachdem Adrian Eisermann in der 57. Minute das 25:23 erzielt hatte, verkürzte der SSV in derselben Minute auf 24:25. Die Gastgeber trafen anschließend jedoch nicht mehr, so dass Friedland Sekunden vor dem Abpfiff nochmals die Möglichkeit zum Ausgleich hatte. Doch HSG-Keeper Danny Hugler konnte den platzierten Wurf von Linksaußen parieren.
HSG Schlaubetal-Odervorland II: Maximilian Haase, Konstantin Schulz, Danny Hugler (alle im Tor), Felix Preiss 1, Florian Lusansky 2, Jacob Rüffer 2, Adrian Eisermann 2, Patrick Rheinsberg 3, Martin Berger 1, Benedict Mendyk 8/1, Tilmann Schmidt 2, Thomas Voß, Justin Korau 2, Maximilian Gordziel 2
Siebenmeter: HSG 1/1, SSV 5/4 – Zeitstrafen: HSG 3, SSV 5