„Wir kämpfen um jedes Haus“, sagt Carolin Weitzel, Bürgermeisterin in Erftstadt. Die Stadt in Nordrhein-Westfalen ist durch die schweren Unwetter der vergangenen Tage besonders hart getroffen worden. Wohl jeder hat im Fernsehen die furchtbaren Bilder aus dem Stadtteil Erftstadt-Blessem, wo das Hochwasser der Erft mehrere Häuser, Lastwagen, ganze Straßen einfach mit sich gerissen und einen riesigen Erdrutsch verursacht hatte, gesehen. Und viele Häuser dürfen noch immer nicht betreten werden, weil sie unterspült worden sind und noch niemand sicher sagen kann, ob sie nicht vielleicht doch noch einstürzen.

Hilfe wird direkt in Erftstadt koordiniert

Auch in Eisenhüttenstadt haben diese Bilder tiefe Betroffenheit und das Bedürfnis, den Menschen dort im Westen zu helfen, ausgelöst. Am Dienstagnachmittag (20. Juli) hat die Stadtverwaltung Eisenhüttenstadts einen Spendenaufruf gestartet für die Opfer des schweren Unwetters in Erftstadt. Gebraucht würden sowohl Geldspenden als auch fachliche Unterstützung, vor allem von Statikern. „Persönliche Beziehungen von Eisenhüttenstädtern nach Erftstadt existieren schon seit längerer Zeit“, heißt es in dem Aufruf. „Deshalb gibt es eine direkte Verbindung dorthin.“

Spendenkonto Hochwasserhilfe

Für die Spenden aus Brandenburg wurde ein Konto eingerichtet:
Landkreis Märkisch-Oderland
IBAN: DE39 1705 4040 0020 0662 95
Stichwort: Spenden Hochwasserhilfe 2021
Die Hilfe werde im Büro der Erftstädter Bürgermeisterin Carolin Weitzel koordiniert, zu dem es einen direkten Draht gibt, teilt die Stadtverwaltung weiter mit. Von dort gebe es die Auskunft, „dass derzeit weniger Sachspenden, dafür vor allem dringend Statiker gesucht werden“. Denn zahlreiche Wohnhäuser im Katastrophengebiet müssen jetzt noch fachlich begutachtet werden. Zudem habe die Stadt Erftstadt ein Spendenkonto eingerichtet.
„Wir aus Eisenhüttenstadt versuchen schnell und unbürokratisch, den Menschen in Erftstadt zu helfen“, sagt Eisenhüttenstadts Bürgermeister Frank Balzer. „Denn gerade wir wissen, wie wichtig es ist, dass Unterstützung nach Flutkatastrophen direkt vor Ort bei den Betroffenen ankommt.“

Statiker werden dringend gesucht

Wer Geld spenden möchte, könne das Geld direkt auf das Spendenkonto der Stadt Erftstadt überweisen (Info unten). Wer Unterstützung und praktische Hilfe – insbesondere als Statiker – anbieten möchte, könne sich auch an das Rathaus Eisenhüttenstadt wenden – entweder per E-Mail unter info@eisenhuettenstadt.de oder telefonisch unter der Nummer 03364 566255. Wünscht jemand eine Spendenquittung (in der Regel ab 300 Euro), solle im Verwendungszweck „Bitte Quittung“ und die Anschrift angeben.

EWG spendet spontan 5.000 Euro

Auch die Eisenhüttenstädter Wohnungsbaugenossenschaft (EWG) hilft den von der Unwetterkatastrophe im Westen betroffenen Menschen. Die EWG unterstützt die Hilfsaktion des Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Der Verband hat seine Mitgliedsunternehmen um Spenden zugunsten der „Aktion Deutschland hilft“, in der die wichtigsten deutsche Hilfsorganisationen vereinigt sind, gebeten. Die EWG hat am Dienstag (20. Juli) in einer ersten Reaktion 5.000 Euro auf das Konto der „Aktion Deutschland hilft“ überwiesen.

MOZ stellt Helfer und ihre Aktionen vor

Die Märkische Oderzeitung möchte über Hilfsaktionen hier in Ostbrandenburg berichten und Menschen von hier, die den Betroffenen der Unwetterkatastrophe im Westen helfen, vorstellen. Deshalb unsere Bitte an alle Unterstützer: Melden Sie sich bei uns per E-Mail unter der Adresse eisenhuettenstadt-red@moz.de. Wir rufen Sie dann an.
Spendenkonto der Stadt Erftstadt: Kontoinhaber: Stadt Erftstadt; IBAN: DE20 3705 0299 0190 2794 24; BIC: COKSDE33XX; Kennwort: Für die Opfer der Hochwasserkatastrophe
Wie Brandenburg den Unwetter-Opfern hilft, lesen Sie auf unserer Themenseite.