Hilferuf
: Hilfe fürs Freibad erbeten

Amtsdirektor und Bürgermeister von Neuzelle haben einen Brief an die Kreistagsabgeordneten geschickt.
Von
Janet Neiser
Neuzelle
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Impressionen des Vorjahres: Viel los war im vergangenen Jahr im Freibad Neuzelle – auch auf der Rutsche.

Gerrit Freitag

Schon jetzt können es viele Kinder nicht erwarten, dass das Neuzeller Freibad die Pforten öffnet. Noch wird das ein wenig dauern. Mitte Mai ist die Eröffnung geplant, hieß es am Donnerstag aus der Amtsverwaltung. Das genaue Datum werde noch bekanntgegeben. Trotzdem beschäftigt das Freibad bereits die Lokalpolitik. Wie jetzt bekannt wurde, haben Amtsdirektor Hans-Georg Köhler sowie Neuzelles Bürgermeister Dietmar Baesler (FDP) einen Brief an die Kreistagsabgeordneten von Oder-Spree geschrieben. „Antrag an den Kreistag des Landkreises Oder-Spree zur finanziellen Unterstützung der Bewirtschaftung des Freibades“, heißt es da in der Betreffzeile. Letztlich gehe es darum, die Zukunft dieser Freizeiteinrichtung sicherzustellen.

Bislang war die Gemeinde Neuzelle als Betreiber des Bades allein für die Finanzierung zuständig. 120.000.Euro mussten dafür im Haushalt zuletzt bereitgestellt werden – Jahr um Jahr. Doch wie überall sind und bleiben öffentliche Bäder ein Zuschussgeschäft. In dem Schreiben an die Kreistagsabgeordneten sind die Defizite der vergangenen Jahre genau beziffert: 2018 waren es rund 104.900.Euro, 2017 etwa 137.500.Euro und 2016 zirka 105.300.Euro. Vor allem das Wetter macht den Betrieb eines Freibades unberechenbar.

Wie die Amtsverwaltung aber immer wieder betont, wird das Freibad ja nicht nur von Neuzellern genutzt, sondern erfüllt schon seit Jahren eine Umlandfunktion. Manch Besucher kommt gar aus Guben oder Fürstenwalde nach Neuzelle zu der 1998 wieder eröffneten Anlage neben dem Fasanenwald. In der Gemeindevertretersitzung ist nun beschlossen worden, dass die Gemeinden Lawitz und Neißemünde sich an der Finanzierung beteiligen. Neißemünde gibt in diesem Jahr 5000 Euro, Lawitz 2000 Euro.

„Das ist zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber es hilft und wir sind da sehr dankbar“, sagt Torsten Noack aus Neuzelle, der für die CDU im Kreistag sitzt. Gemeinsam mit Peter Kaufmann (FDP) habe man im Kreis-Bauausschuss über das Thema Freibad und den schriftlichen Antrag der Neuzeller gesprochen. Das sei ein schwieriges Thema, meint Noack, denn das Freibad sei eine freiwillige Aufgabe und andere Gemeinden hätten sicherlich ebenfalls Wünsche für ihre Freizeiteinrichtungen. Dennoch gibt es zumindest kleine Lichtblicke. Man wolle auf Vorschlag der Kreisverwaltung zunächst versuchen, Fördermittel für bestimmte Veranstaltungen im Freibad zu erhalten. Und an dem anderen Thema bleibe man ebenfalls dran.

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