Hotel Lunik in Eisenhüttenstadt
: Termin mit Bar-Chef und Hoteldirektor

Kaum ein anderes leerstehende Hotel in Deutschland weckt wohl so großes Interesse wie Lunik in Eisenhüttenstadt. Nun kehren zwei wichtige Männer an ihren früheren Arbeitsplatz zum Plaudern zurück.
Von
Janet Neiser
Eisenhüttenstadt
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Hotel Lunik in Eisenhüttenstadt

Das ehemalige Hotel Lunik in Eisenhüttenstadt ist nicht mehr hinter einem Bretter-Verschlag, sondern hat neue Fenster. Und nicht nur das. Es gibt noch mehr für Einheimische und Besucher.

Janet Neiser

Das Lunik in Eisenhüttenstadt hat sich gemausert – nicht nur wegen der intakten Fensterfront, die die hässliche Bretterwand seit wenigen Wochen seit Ende August ersetzt. Die Immobilie am Eingang zur Lindenallee entpuppt sich in den Händen der Eisenhüttenstädter Gebäudewirtschaft (Gewi) immer mehr als Herzensprojekt. Das hat nicht zuletzt der Kaffeeklatsch im Rahmen des Stadtfestes bewiesen.

Die Gewi hat noch mehr im Köcher und öffnet das einstige Vorzeigehotel der DDR-Planstadt immer wieder für die Öffentlichkeit. So finden seit gut einem Jahr regelmäßig Führungen in dem Mehrgeschosser statt, die Menschen aus der Region, aber auch von weiter her interessieren. Auch Tagungen hat es bereits mehrere gegeben und sogar Theateraufführungen. Nun läuft gerade eine Gesprächsreihe an – im Lunik und über das Lunik und die Menschen, die dort gearbeitet haben.

Hoteldirektor und Bar-Chef kehren ins Hotel Lunik zurück

So werden am 7. September zwei wichtige Männer aus dem einstigen Lunik an ihren früheren Arbeitsplatz zurückkehren: Dieter Rufenach, der ehemalige Hoteldirektor, und Bar-Chef Krinke, genannt Hugo. Ab 18 Uhr berichten die beiden im Foyer von ihren Erlebnissen und plaudern sicherlich so manches Geheimnis aus. Im Anschluss gibt es eine Hausführung. Eine Anmeldung für die Gesprächsrunde sei nicht notwendig, erklärt Oliver Funke, Geschäftsführer der Gebäudewirtschaft. Sollten die Sitzmöglichkeiten im Foyer nicht reichen, werde man improvisieren.

Am 8. September steht der Tag des offenen Denkmals an. An diesem gibt es zwei kostenfreie Führungen. Für diese musste man sich bereits bei der Gewi anmelden.

Am 14. September, 18 Uhr, sind dann der ehemalige Küchenmeister Klaus Lewe sowie Patissier Lothar Schulz eingeladen. Es dürfte also ein geschmackvoller Abend werden.

Eher nach Arbeit sieht der 21. September aus, da wollen der Geschäftsführer der Gewi und sein Team die Auswertung der Befragung zu zukünftigen Nutzungsideen für das Lunik vornehmen, öffentlich ab 18 Uhr.

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Der Tourismusverein Oder-Region in der Lindenallee (TOR) ist ebenfalls stark daran interessiert, die Welle der Begeisterung für das Lunik nicht abebben zu lassen. Jeden zweiten und vierten Samstag im Monat wird nach Angaben Kathrin Schilling, Leiterin der TOR-Besucherinformation, um 14 Uhr eine Führung angeboten. Zunächst bis Ende Dezember. Wer nicht nur das Lunik, sondern auch die Stadt besser kennenlernen möchte, der kann auch an öffentlichen Stadtführungen teilnehmen, die bis Ende Oktober jeden zweiten und vierten Samstag jeweils um 10.45 Uhr angeboten werden.

Doch zurück zum Lunik. Noch nicht steht nicht fest, wie die Immobilie künftig genutzt werden soll. Von daher halten sich auch Bautätigkeiten in Grenzen. Wenn aber etwas zu machen sei, dann werde das auch gemacht, versichert Oliver Funke. Der öffnet die Immobilie übrigens auch immer wieder für andere. Künstler und Schauspieler waren bereits da, nun hat sich die Gesamtschule 3 eingemietet, und zwar am 11. September. Da gibt es ab 18 Uhr ein noch geheimnisvolles Programm. Karten gibt es über die Gesamtschule.