Hund in Eisenhüttenstadt
: Anton verbrachte Jahre im Zwinger – wer adoptiert das Sport-Ass?

Anton ist ein Deutsch Drahthaar und lebt im Tierheim am See in Eisenhüttenstadt. Bei einem Wettbewerb ist der siebenjährige Hund jüngst Zweiter geworden.
Von
Hagen Bernard
Eisenhüttenstadt
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Zweiter beim 2. Cani-Fun-Run in der Schorfheide: Der Deutsch Drahthaar Anton zeigte zusammen mit seinem Betreuer Tom Nickel in der Disziplin  Bikejöring auf einem Drei-Kilometer-Kurs Kondition und Leistungswillen. Der Preis: für Anton Hundekuchen und für den Betreuer eine Urkunde.

Zweiter beim 2. Cani-Fun-Run in der Schorfheide: Der Deutsch Drahthaar Anton zeigte zusammen mit seinem Betreuer Tom Nickel in der Disziplin Bikejöring auf einem Drei-Kilometer-Kurs Kondition und Leistungswillen. Der Preis: für Anton Hundekuchen und für den Betreuer eine Urkunde.

Jana Feister

Der siebenjährige Rüde Anton braucht viel Bewegung. Denn er gehört zur Rasse der Deutsch Drahthaar. Ihre Vertreter gelten als wesensfeste, leistungsfähige und vielseitige Jagdgebrauchshunde. Doch Anton hatte sechseinhalb Jahre seines Lebens in einem Zwinger zugebracht. Diese Lebensumstände entsprachen keineswegs seinem Intellekt und vor allem nicht seinem physischen Vermögen.

Seitdem Anton vor einem halben Jahr im Eisenhüttenstädter Tierheim am See abgegeben wurde, kann er wenigstens einen Teil seines Jagd- und Bewegungsdranges ausleben. Vor allem der freiwillige Helfer Tom Nickel hat großen Anteil daran. Mindestens ein- bis zweimal in der Woche geht der 28-Jährige mit ihm Gassi.

Tierheim Eisenhüttenstadt: Antons Erfolg beim Cani-Fun-Run

Nun durfte Anton seine Fähigkeiten zum ersten Mal bei einem Wettbewerb testen. Beim 2. Cani-Fun-Run in der Schorfheide belegte er im Wettbewerb Bikejöring den 2. Platz. „Anton ist sehr sportlich und willig. Jetzt konnte er auf einem Wald-Parcours über etwa drei Kilometer einen Teil seines Könnens zeigen“, berichtet Tom Nickel.

„Direkt vor dem Wettbewerb habe ich mit ihm drei- bis viermal wöchentlich geübt. In der Schorfheide war es für mich auf dem Rad ganz schön anstrengend. Man konnte im Wald auch nicht immer voll fahren, da durch das Laub vieles rutschig war. Hingegen erreichte Anton Spitzengeschwindigkeiten bis zu 38 Kilometer je Stunde. Im Schnitt könnten es 20 Kilometer je Stunde gewesen sein. Für den Hund dürfte es eine große Bereicherung gewesen sein“, erklärt Tom Nickel.

Tierheim Eisenhüttenstadt: Anton durfte sich mal auslasten

Auch Tierheim-Leiterin Jana Feister betrachtet diesen Ausflug als sehr gelungen. „Es hat sich gelohnt. Es ging um Spaß für Hund und Herrchen. Doch dabei bleibt es. Anton soll kein Leistungssportler werden. Es ist schön, wenn der Hund sich mal auslasten kann und dabei noch lernt, am Rad zu laufen. Dafür bin ich Tom sehr dankbar. Doch wir wollen seine Kondition nicht unnötig stärken. Nun hoffe ich, er findet bald einen Adoptanten, der ihn dann gemäß seinen Fähigkeiten fordert.“

Leider mag Anton Katzen nicht besonders und bei Hunden geht es bei ihm sehr nach Sympathie. Dafür ist er leinenführig und gesund.

Hund Anton aus Eisenhüttenstadt für aktive Familie geeignet

„Anton ist ein so liebes Kerlchen und hat endlich ein neues Zuhause verdient. Mehrere Interessenten waren schon da, jedoch hat es nie so richtig gepasst. Schade, denn der bezaubernde Jagdhund hat viel zu bieten: Er ist kinderlieb, sportlich, verschmust, lernwillig und einfach nur super lustig vom Charakter her. Er möchte gerne Einzelprinz sein und in eine aktive Familie ziehen“, urteilt Tierheim-Mitarbeiterin Viktoria Mühlich.

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