Hund in Eisenhüttenstadt: Aus Haut und Knochen wurde Hoffnung

Fundhund mit Lebererkrankung: Nach einer erfolgreichen Operation kann der eineinhalbjährige Monty von Alinas Tierheim in Eisenhüttenstadt vermittelt werden. Mitarbeiterin Kathleen Bonack hält den etwa drei Kilogramm leichten Hund in den Armen.
Hagen Bernard- Schwer kranker Fundhund Monty: Not-OP rettete dem Chihuahua-Terrier-Mix das Leben.
- Der eineinhalbjährige Rüde kam apathisch ins Tierheim Eisenhüttenstadt und wog nur 2,5 Kilo.
- Diagnose nach CT: Fehlfunktion der Verbindung einer Arterie zur Leber, Operation gelang.
- Monty erholt sich mit Spezialfutter, Blutwerte sollen bald kontrolliert werden.
- Tierheim beschreibt ihn als lieb und verträglich – er sucht ein Zuhause.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit viel Glück lebt Monty noch. Vor zwei Wochen lag der kleine Chihuahua-Terrier-Mischling völlig apathisch in einer Ecke – schwach und dem Tod näher als dem Leben. Heute schöpft Tierheimleiterin Alina Thiele wieder Hoffnung: Wenn weiterhin alles gut verläuft, könnte Monty doch noch die Chance auf ein langes, glückliches Hundeleben haben. Bis 18 Jahre könnte laut Alina Thiele der kleine Rüde alt werden.
Als Fundhund war der erst eineinhalb Jahre alte Monty ins Tierheim an der Oderlandstraße in Eisenhüttenstadt gekommen. Doch schnell wurde klar: Dieser junge Hund hatte bereits viel durchgemacht. Alina Thiele erfuhr, dass Monty schon durch mehrere Hände gegangen war. Zudem stand die Vermutung im Raum, dass er an Epilepsie leiden könnte.
Dann kam jener Freitag vor zwei Wochen, der für Monty beinahe der letzte gewesen wäre. Alina Thiele fand ihn mit Durchfall und Erbrochenem in einer Ecke seines Zimmers. Reglos, erschöpft. Für sie war sofort klar: Jetzt zählt jede Minute. Weil ein Termin bei einem Tierarzt an einem Freitagnachmittag kaum noch zu bekommen war, zögerte sie nicht lange und fuhr mit dem kleinen Wuschel fast 100 Kilometer weit zum tierärztlichen Notdienst nach Berlin-Marzahn.
Not-OP: Chihuahua-Terrier kämpft sich ins Leben zurück
Dort zeigte sich, wie ernst Montys Zustand wirklich war: Der kleine Hund wog nur noch 2,5 Kilogramm, bestand fast nur noch aus Haut und Knochen. Die Ärzte stabilisierten ihn zunächst, bevor sie ihn gründlich untersuchten. „Er hatte im Blut einen hohen Aminosäuregehalt. Das wies auf eine Lebererkrankung hin“, berichtet Alina Thiele.
Eine Computertomographie brachte schließlich die Ursache ans Licht: Die Verbindung einer Arterie zur Leber funktionierte nicht richtig. Monty musste operiert werden – und seine Chancen standen laut Alina Thiele nur fifty-fifty.
Monty erholt sich im Tierheim nach OP und macht Hoffnung
Doch Monty hat gekämpft und es geschafft. Inzwischen ist der kleine Rüde über den Berg, hat zugenommen und erholt sich weiter im Tierheim. Noch bekommt er Spezialfutter für leberkranke Hunde, bald sollen seine Blutwerte erneut überprüft werden. Wenn diese in Ordnung sind, könnte Monty schon bald wieder ganz normales Futter bekommen – und vielleicht das unbeschwerte Leben, das ihm bisher verwehrt blieb.
Für Alina Thiele ist Monty längst ein ganz besonderer Hund. „Wenn ich nicht schon zwei Hunde hätte, dann würde ich Monty nehmen. Er ist lieb, verträgt sich mit allen und geht auch super an der Leine. Er ist sehr agil“, sagt sie.
Monty ist freundlich, lebensfroh und voller Zuneigung und hat nun vor allem eines verdient – ein Zuhause, in dem er geliebt wird. Mit seinem sanften Wesen wäre er ein wunderbarer Familienhund, aber ebenso ein treuer Begleiter für Senioren.

