Hund in Eisenhüttenstadt
: Scheue Lilly sucht Geborgenheit in einem neuen Zuhause

Im Tierheim am See in Eisenhüttenstadt wartet die zwölfjährige Bolonka-Hündin Lilly sehnsüchtig auf ein neues Zuhause. Die scheue Hündin benötigt viel Geduld und besondere Aufmerksamkeit.
Von
Hagen Bernard
Eisenhüttenstadt
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Muss auf ihre alten Tage noch einmal umziehen: die Hundedame Lilly mit Tierheimmitarbeiterin Luise Mühlich.

Muss auf die alten Tage noch einmal umziehen: Hund Lilly, hier mit Tierheimmitarbeiterin Viktoria Mühlich. Die zwölfjährige Bolonka-Hündin wartet sehnsüchtig auf ein neues Zuhause.

Hagen Bernard
  • Die 12-jährige Bolonka-Hündin Lilly sucht ein neues Zuhause im Tierheim Eisenhüttenstadt.
  • Nach dem Tod ihrer Besitzerin lebt Lilly im Tierheim und benötigt viel Geduld und Fürsorge.
  • Sie hat Sozialisierungsdefizite, kennt keine Streicheleinheiten und ist unsicher im Umgang mit Menschen.
  • Lilly wird im Tierheim an Leinenführigkeit gewöhnt und auf ein Leben bei erfahrenen Haltern vorbereitet.
  • Das Tierheim wünscht sich geduldige Halter in ländlicher Umgebung, die Lillys Signale verstehen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ältere Dame mit ungewisser Zukunft: Die etwa zwölfjährige Hündin Lilly wartet im Tierheim am See in Eisenhüttenstadt auf einen neuen Halter. Die bisherige Besitzerin dieses Bolonka-Mix ist verstorben, die Tochter brachte sie ins Tierheim. Dort wartet die Hündin sehnsüchtig auf ein neues Herrchen oder Frauchen, das sich speziell um sie kümmert.

Denn Lilly benötigt besondere Aufmerksamkeit. Schließlich war sie auf einem Grundstück sich fast selbst überlassen. Sie bekam von ihrer Halterin zwar Futter, doch laut Tierheimleiterin Jana Feister ist diese wahrscheinlich nie mit ihr Gassi gegangen. Hinsichtlich der Sozialisierung weist sie Defizite auf. So reagiert sie auf schnelle und ungewohnte Bewegungen mitunter hektisch und schnappt beispielsweise schnell mal nach einer Hand.

Auch mit Streicheleinheiten hat diese ältere Dame ihre Probleme. „Lilly lebte bisher allein auf einem Grundstück und kennt es nicht, angefasst zu werden. Sie lernt nun nach und nach das Laufen an der Leine und auch, dass sie keine Angst vor Händen haben muss“, erklärt Tierheimmitarbeiterin Viktoria Mühlich. Auch wenn Lilly frisst, möchte sie möglichst in Ruhe gelassen und schon gar nicht angefasst werden.

Was Hund Lilly im Tierheim Eisenhüttenstadt lernt

So wie das Alter nicht genau bekannt ist, so ist auch unklar, ob Lilly kastriert wurde. Laut Jana Feister ist sie es wahrscheinlich nicht. Immerhin ist Lilly von ihren Flöhen befreit, die sie noch bei ihrer Ankunft hatte. „Für Lilly wünschen wir uns erfahrene und geduldige Menschen in ländlicher Umgebung“, sagt die Tierheimleiterin. Die Hündin sieht bereits etwas schlecht.

Die neuen Halter sollten auf ihre Signale achten können und ihr Verhalten dementsprechend interpretieren. Nach vielen Jahren als Einzelhündin hat Lilly ihre Besonderheiten und Gewohnheiten entwickelt, die sich nicht von heute auf morgen abstellen lassen. „Die Halter sollten Verständnis für sie aufbringen und Lilly nicht gleich wieder zurückbringen wollen, wenn sie mal nach ihnen geschnappt hat“, sagt Jana Feister.

Die Tierheimmitarbeiter bemühen sich, Lilly möglichst gut für einen neuen Halter zu sozialisieren. Sie gehen regelmäßig mit ihr spazieren. Natürlich sollten sich die Gassirunden entsprechend ihres Alters in Grenzen halten. Wenn Lilly einem Menschen aber erst einmal vertraut, dann kann sich daraus eine angenehme Partnerschaft entwickeln.