Hund in Eisenhüttenstadt
: Süße Phoebe sollte sterben – Yorkshire Terrier gerettet

Yorkshire Terrier Phoebe hat eine neue Chance durch das Tierheim am See in Eisenhüttenstadt bekommen. Die Hündin war bei den Vorbesitzern nicht mehr gewollt. Der Grund macht traurig.
Von
Janet Neiser
Eisenhüttenstadt
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Yorkshire Terrier Phoebe auf dem Arm von Jana Feister im Tierheim am See

Yorkshire Terrier Phoebe auf dem Arm von Jana Feister im Tierheim am See bei Eisenhüttenstadt.

Janet Neiser
  • Yorkshire Terrier Phoebe wurde im Tierheim am See in Eisenhüttenstadt gerettet.
  • Vorbesitzer wollten sie einschläfern lassen wegen Zahnschäden und Herzproblemen.
  • Tierarzt weigerte sich, sie einzuschläfern; Tierheim übernahm sie.
  • Phoebe erhält Herzmedikamente, Zahnsanierung kostet etwa 900 Euro.
  • Spenden für Phoebes Behandlung sind willkommen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Oh, wie süß!“ oder „Niedlich!“ Das sind wohl die Worte, die den meisten Menschen aus dem Mund purzeln, wenn sie Phoebe zum ersten Mal sehen. Phoebe ist ein Yorkshire Terrier und lebt derzeit im Tierheim am See bei Eisenhüttenstadt.

„Das ist eine ganz Liebe“, schwärmt Tierheim-Chefin Jana Feister von dem Leichtgewicht auf vier Pfoten. Phoebe vertrage sich gut mit anderen Hunden. „Sie ist eher ruhig, kann aber auch mal bellen.“ Und sie fahre gern im Auto mit. Streicheleinheiten ist sie definitiv auch nicht abgeneigt.

Doch die Hündin war plötzlich ungewollt und landete im Heim. „Die Vorbesitzer wollten sie eigentlich einschläfern lassen“, erzählt Jana Feister. Der Grund? Phoebes Zähne müssen gemacht werden und sie ist herzkrank, braucht Medikamente. Das kostet natürlich Geld.

Ihr Alter? Ungefähr zehn Jahre, sagt die Tierheim-Chefin. Sie könnte aber auch erst acht sein, das wisse man nicht so genau.

Phoebe ist eine ganz Liebe, findet Tierheim-Chefin Jana Feister.

Phoebe ist eine ganz Liebe, findet Tierheim-Chefin Jana Feister.

Janet Neiser

Tierarzt weigerte sich, die Hündin Phoebe einzuschläfern

Da der Tierarzt gesagt habe, er schläfere die Hündin nicht ein, ist Phoebe letztlich im Tierheim abgegeben worden, berichtet Jana Feister.  „Man lässt sich natürlich ungern moralisch erpressen, aber bevor das Tier ausgesetzt wird oder die wirklich noch einen Tierarzt finden, der es macht, haben wir sie genommen.“

Phoebe sei ja schließlich nicht halbtot, im Gegenteil. Sie nehme aktiv am Leben teil. Und wenn sie auf die Medikamente eingestellt sei, bekomme sie wahrscheinlich auch noch einmal ein ganz anderes Lebensgefühl. Wer die Hündin erstmals sieht, käme auch nie auf die Idee, dass sie krank sein könnte.

Es lohnt sich also, auch noch einen Hund in dem Alter aus dem Tierheim zu holen? „Natürlich. Die kann ja auch 16, 17, 18 Jahre alt werden bei guter Pflege“, betont Jana Feister.

Tierheim bleibt auf Kosten sitzen

Die Yorkshire-Dame bekommt jetzt erst einmal Herzmedikamente und scheint diese wunderbar zu vertragen. Das wird nun beobachtet. Was die Zahnsanierung betrifft, sagt die Tierheimleiterin: „Das ist typisch, dass die im Alter Zahnstein bekommen. Und wenn man den nicht regelmäßig entfernen lässt beim Tierarzt, dann werden die Zähne eben lose und fallen aus. Ich denke, da ist noch nie was gemacht worden bei ihr. Jetzt ist es allerhöchste Eisenbahn.“ 900 Euro könnte das schon kosten. „Das sind halt immer die Fälle, wo wir auf den Kosten sitzen bleiben.“

Wer möchte, der könne gern für Phoebes Behandlung spenden, sagt sie. Bei der Überweisung müsse dann der Name Phoebe auftauchen. Dann werde das Geld nur für sie eingesetzt.

Trotz allem könne die Hündin sofort adoptiert werden oder aber zumindest erst einmal in eine Pflegefamilie gehen. Die Kosten für die Zahnsanierung würde das Tierheim nach Absprache dennoch tragen.

Tierheim am See, Vogelsänger Chaussee 2, 15890 Eisenhüttenstadt, Tel. 0173 9036140,
Spendenkonto: Tierheim am See, IBAN: DE95 1705 5050 1101 9255 70, BIC: WELADED1LOS,
Sparkasse Oder Spree; Paypal: Info@Tierheim-am-See.de