Hund in Eisenhüttenstadt: Welpen beschlagnahmt – wie geht es Dackel, Bulldogge, Mops?

Die Polizei hatte an der Grenze zu Polen einen Tiertransporter gestoppt und 22 Welpen beschlagnahmt. Die jungen Hunde schwebten in Lebensgefahr. Inzwischen sind sie noch immer im Tierheim am See, bei Eisenhüttenstadt – wie geht es ihnen?
Jana Feister- 22 Welpen beschlagnahmt; alle in Eisenhüttenstadt.
- Lebensgefahr für die Welpen.
- Aktuell im Tierheim am See.
- Unklar, ob alle überlebt haben.
- Bericht von Nicole Buhlau und Jana Feister.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In Eisenhüttenstadt muss sich das Tierheim am See aktuell überwiegend um die jüngsten Bewohner kümmern. Es geht um zehn Dackel, sieben Französische Bulldoggen und fünf Mops-Hunde. Die 22 Welpen sind mit fünf bis acht Wochen ins Heim gekommen, womit ihr Leben alles andere als schön begonnen hat.
Zur Erinnerung: In der Woche vor Ostern stoppen Beamte der Bundespolizei einen Transporter an der Grenze zu Polen in Frankfurt (Oder), mit zusammengepferchten Welpen im Innenraum.
Hunde gerettet: Die Welpen in Eisenhüttenstadt sind wohlauf
Auch zwei erwachsene Tiere sind dabei. Die erste Vermutung, dass es sich um Muttertiere von Mops und Bulldogge handelt, zerschlägt sich schnell.
Die Welpen werden beschlagnahmt und müssen anschließend in Quarantäne, um Krankheiten wie Tollwut und Parvovirose ausschließen zu können – wobei letztere sogar tödlich für die Kleinen enden kann.
„Die Welpen sind jetzt alle wohl auf und wir haben nur noch mit Durchfall zu kämpfen“, berichtet Jana Feister, die Leiterin im Tierheim am See, etwa drei Wochen nach dem Fund. Die Umstellung von Muttermilch auf richtiges Futter konnte in diesem Fall nicht schrittweise angepasst werden, daher die Darm-Probleme. An Aufatmen denkt die Heimleiterin aber noch lange nicht – im Gegenteil.
Hunde in Eisenhüttenstadt: alle Welpen reserviert – über 100 Bewerber
Die süßen Fellnasen sind offensichtlich heiß begehrt: „Seit Wochen habe ich nichts anderes zu tun, als Termine mit Interessenten zu machen und Gespräche zu führen“, erzählt Jana Feister. Sie spricht von mehr als 100 Bewerbern. Mittlerweile seien alle Welpen reserviert.
Doch bevor die Hunde in ihr neues Zuhause dürfen, ist Aufklärung nötig. Den Welpen eilt die Qualzucht voraus. Das heißt, ein Gendefekt wurde genutzt und vermehrt, weil er vermeintlichen Schönheitsidealen entspricht. Das führt jedoch dazu, dass ungewollte Nebeneffekte wie Atemnot, brüchige Knochen, Bandscheibenvorfälle oder Allergien auftreten können.
Vor allem Mops und Französische Bulldogge fallen darunter. Einige Interessierte hätten sich nach dem Gespräch schließlich für andere Tiere im Heim entschieden, die ebenfalls dringend ein liebevolles Zuhause suchen und nach Einschätzung der Tierschützer vielleicht doch etwas besser passen.

Die Dackelwelpen ein paar Tage nach dem Eintreffen im Tierheim am See bei Eisenhüttenstadt. (Archivbild)
Janet NeiserVon den vielen Bewerbern sei ein „Favoritenstapel“ übrig geblieben, aus dem ebenfalls noch einmal aussortiert werden musste. „Wir haben tolle Familien gewählt, bei denen wir uns sicher sind, dass sie sich gut kümmern werden“, schätzt Jana Feister ein.


