Jobs in Eisenhüttenstadt: Stadt sucht neuen Chef für dieses kommunale Unternehmen

Eisenhüttenstadt ist an einer Vielzahl von Unternehmen beteiligt. Ein Geschäftsführerposten muss neu besetzt werden.
Stefan Lötsch- Eisenhüttenstadt sucht neuen Geschäftsführer für GEM, da Bianka Angolini in den Ruhestand geht.
- GEM fokussiert auf Integration von Langzeitarbeitslosen und betreibt die Tafel für Bedürftige.
- Stadt ist direkt und indirekt an vielen Unternehmen beteiligt, darunter Stadtwerke und Krankenhaus.
- Bewerber sollten hohe Sozialkompetenz, Teamfähigkeit und Belastbarkeit mitbringen.
- Neuer Geschäftsführer wird ab 1. Oktober gesucht.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Stadt Eisenhüttenstadt ist an vier Unternehmen direkt, an vielen weiteren indirekt beteiligt und bei zwei Unternehmen hält sie Gesellschafteranteile. Für ein Unternehmen sucht die Stadt nun einen neuen Geschäftsführer, einen Bewerber für eine „herausfordernde Position“, wie es in der Ausschreibung heißt. Was sind die Gründe?
Handel mit Strom, Gas und Fernwärme, medizinische Dienstleistungen, Vermietungen von Wohnungen, Unterhaltung von Straßen und Grünpflege: Die Stadtwerke GmbH, das Krankenhaus, die städtische Gebäudewirtschaft und die Stadtwirtschaft, 100-prozentige Tochtergesellschaften der Stadt decken ein breites Aufgabenspektrum ab. Stadtwerke, das Krankenhaus und die Gewi wiederum haben Tochtergesellschaften, an denen die Stadt indirekt beteiligt ist.
Eine Gesellschaft kümmert sich um Landzeitarbeitslose
So hält die Stadtwerke GmbH zum Beispiel 49 Prozent der Gesellschafteranteile der Vulkan Energiewirtschaft Oderbrücke GmbH (VEO), die unter anderem die Stadt mit Fernwärme versorgt und dem Stadtwerk jährlich Gewinnbeteiligungen beschert. Doch die Stadt hält auch bei zwei Unternehmen nur einen Teil der Anteile.
Zum einen ist das die Flugplatzgesellschaft Eisenhüttenstadt/Frankfurt (Oder) mbH in Pohlitz mit 24,95 Prozent. Zum anderen ist das die Gemeinnützige Gesellschaft für Qualifizierung und produktive Berufs- und Arbeitsförderung der Region Eisenhüttenstadt mbH (GEM), wo die Stadt mit 60 Prozent die Mehrheit der Gesellschafteranteile hält. Und für die GEM wird ein neuer Geschäftsführer bzw. eine neue Geschäftsführerin gesucht.
Als die GEM 1991 gegründet wurde, hieß es zum Zweck im Gesellschaftervertrag: „Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitnehmer der EKO Stahl GmbH, der Stadt Eisenhüttenstadt und des Landkreises Oder-Spree: Qualifizierung und produktive Berufs- und Arbeitsförderung sowie soziale Betreuung anzubieten und durchzuführen.“ Inzwischen haben sich die Schwerpunkte etwas verändert. Der Fokus liegt vor allem auf der Integration von Langzeitarbeitslosen.
Ein Angebot ist die Tafel für Bedürftige in Eisenhüttenstadt
Viele Eisenhüttenstädter wissen aber vor allem ein Angebot besonders zu schätzen, die Tafel. Dort erhalten Sozialbedürftige gegen ein kleines Entgelt Lebensmittel. Im Wirtschaftsplan des Unternehmens, das dem Haushalt der Stadt beigefügt ist, heißt es dazu: Eine große Herausforderung bestand weiterhin darin, den Andrang der ukrainischen Flüchtlinge bei der Tafel Eisenhüttenstadt zu bewältigen.“ Die Räume der Tafel sind im Haus II der Stadtverwaltung am Trockendock.
Hauptschwerpunkt sind die Durchführung von öffentlich geförderten Beschäftigungsmaßnahmen. Dazu heißt es im Wirtschaftsplan: „Einsatzgebiet der Maßnahmen waren die Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit, die Verbesserung der Umwelt der Stadt Eisenhüttenstadt und ihrer Ortsteile, Verbesserung der Umwelt im Amt Brieskow-Finkenheerd sowie zusätzliche soziale und kulturelle Angebote für die Bevölkerung.“
14 Maßnahmen für 65 Arbeitslose
An 14 Maßnahmen nahmen zirka 65 Arbeitslose teil. Dabei geht es vor allem um die Aktivierung von Langzeitarbeitslosen über das Eingliederungsmanagement der Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung (MAE). Von den Maßnahmen profitieren unter anderem das Tiergehege, die Tafel und der Verkehrsgarten. Teilnehmer sammeln auch regelmäßig Müll in der Stadt ein, zum Beispiel am Uferweg am Oder-Spree-Kanal.
Grund dafür, dass ab 1. Oktober dieses Jahres ein neuer Geschäftsführer gesucht wird, ist, dass die bisherige Geschäftsführerin Bianka Angolini in den Ruhestand geht. Erwünscht werden von Bewerbern „eine überdurchschnittlich ausgeprägte Sozialkompetenz, Team- und Konsensfähigkeit, Organisationsfähigkeit sowie Belastbarkeit und Engagement“.


