Kanu
: Erst paddeln, dann rennen

Die Mannschaft des KC Eisenhüttenstadt sichert sich beim Biathlon in Spremberg sechs Siege und fünf zweite Plätze.
Von
Steffen Müller
Eisenhüttenstadt
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Mit Medaille und Pokal. Die Eisenhüttenstädter Kanuten sind auch starke Läufer. Das bewiesen Ben Dyx (von links), Ruwen Bogun, Paul Engler, Bruno Diener, Alexa Hammermeister, Ramon Kudzik, Ronja Fernkorn, Oskar Reinus beim Biathlon in Spremberg.

Steffen Müller

In der Klasse der jüngeren Schülerinnen A (Jahrgang 2007) setzte Alexa Hammermeister ihren Mitstreiterinnen eine gute Bootszeit vor. Ronja Fernkorn zeigte als Dritte, dass sie weiter aufgeholt hat. Die Zweitplatzierte ließ den Lauf aus, so dass Ronja mit 18 Sekunden Rückstand als Zweite den Lauf begann. Sie hielt mit Alexa von Anfang an das Tempo hoch, ohne den anderen Startern eine Chance zu geben, und gewann Silber hinter ihrer Vereinskameradin.

Trotz Sturz wieder weit vorn

Bei den ältesten Schülern B (08) erkämpfte sich Paul Engler im  Boot eine gute Ausgangsposition für den Lauf. Als Dritter ging er mit nur fünf Sekunden Rückstand auf die Strecke. Er schloss gleich zu Beginn zu seinen Konkurrenten auf, doch an der Wende stürzte Paul. Er konnte wieder an den Zweiten heranlaufen und lieferte sich auf den letzten Metern einen teilweise hart und von seinem Mitstreiter unfair geführten Zweikampf, den er für sich entschied.

In der Bootsklasse der Canadier überzeugte Oskar Reinus (08) wieder. Mit einer neuen Bestzeit im Boot setzte er sich an die Spitze und trat im Lauf gegen die ältere Konkurrenz an. Als guter Läufer machte er von Anfang an Tempo und ließ seinen Mitstreitern keine Chance.

Spannender wurde es beim Jahrgang 2009. Mit Platz 2 und 13 Sekunden Rückstand musste Kanute Ben Dyx alles auf den Lauf setzen. Auch bei Ramon Kudzik sah es nicht optimal aus. Als Vierter hatte er 31 Sekunden Rückstand auf den Drittplatzierten. Im Lauf setzte Ben alles auf Angriff. Er hatte schon nach 200 m aufgeholt, setzte sich an die Spitze und baute die Führung bis zum Ziel aus. Auch Ramon lief, von seinen Trainingspartnern lautstark unterstützt, ein sehr gutes Rennen. Noch vor der Wende der 1500 m holte er den bis dahin auf Platz 3 liegenden Spremberger ein und überholte auf dem Rückweg auch den zweitbesten Läufer. Somit sicherte sich Ramon Silber.

Im Jahrgang 2010 überzeugte Ruwen Bogun seinen Trainer. Mit einem Vorsprung von 53 Sekunden hatte er sich auf der 2000 m langen Bootsstrecke deutlich in Führung gebracht. Das Laufen war eine Zugabe, Ruwen gewann ungefährdet.

Bei Jüngsten zählt nur der Lauf

Für den jüngsten Starter aus Eisenhüttenstadt, Bruno Diener, war Spremberg eine bessere Trainingseinheit. Da die Sportler der Jahrgänge 2011 und jünger alle eine andere Strecke fuhren, wurde die Bootszeit nicht gewertet und nur der Lauf entschied. Vom üblichen Gerangel nach dem Start ließ sich Bruno nicht abdrängen und setzte auf seine Stärke über die Streckenlänge der. Mit einem riesigen Vorsprung von 24 Sekunden kam er nach 1000 Meter als Erster ins Ziel.

In den Staffeln über 4x150 m gab es noch einmal Gold für Oskar, Ben, Paul und Bruno. Ruwen fehlten in seiner Mix-Staffel Zweizehntelsekunden zu Gold. Im Rennen der Schüler A fuhr Alexas Mix-Staffel mit Sportlern aus drei Vereinen zu Silber. Für den Hingucker sorgte Alexas Sprintstärke. Mit einem Rückstand von 30 Metern als Dritte auf die Strecke geschickt, rang sie den Sprembergern den Vorsprung ab und übergab als Erste an den Letzten ihrer Staffel. Dieser konnte den Vorsprung dann aber leider nicht halten.

Strecken variieren nach Altersklasse

Beim Kanu-Biathlon legen die Jüngsten 1000 Meter im Boot zurück, ab der AK 11 sind 2000 m zu fahren, ab der Jugend 3000 m.

Die Laufstrecken variieren zwischen 1000, 1500, 2000 und 3000 Meter.