Kerstin Ott in Eisenhüttenstadt: Walkman-Ära, warum sie vom Hit „Crossroads“ schwärmt

Sängerin Kerstin Ott kommt im Sommer für ein Schlager-Event nach Eisenhüttenstadt. Vorab spricht die Sängerin über ihren Lieblingshit.
Hendrik Schmidt/dpa- Kerstin Ott tritt im Sommer beim Schlager-Erlebnis in Eisenhüttenstadt auf.
- Ihr Lieblingslied ist „Crossroads“ von Tracy Chapman und bleibt in ihrer Playlist.
- Als Teenager hörte sie den Song auf Kassette im Walkman – oft auf dem Fahrrad.
- Eine Erinnerung: lautes Mitsingen, ein Mofafahrer erschreckt sie mit Schulterklopfen.
- Der Song beruhigt sie in schwierigen Phasen, politische Aussagen beeindrucken sie.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im „Song der Woche“ sprechen Musiker, Künstler und lokale Akteure aus Brandenburg über ihr persönliches Lieblingslied und erklären, was ihren Titel auszeichnet und welche Erinnerungen sie mit dem Hit verbinden. Kerstin Ott, die im Sommer beim Schlager-Erlebnis auf der Hüttenstädter Freilichtbühne dabei ist, muss gar nicht lange nachdenken.
„Seitdem ich zwölf oder dreizehn Jahre alt bin, geht mir der Song „Crossroads“ von Tracy Chapman nicht mehr aus dem Kopf. Das ist bis heute mein All-Time-Lieblingslied. Damals, als junges Mädchen, bin ich immer viel mit dem Fahrrad gefahren und hatte dabei stets meinen geliebten Walkman dabei, der ja nur mit Kassetten funktioniert.
Weil ich „Crossroads“ schon damals so toll fand, hatte ich eine einzige Kassette nur mit diesem Song voll gehabt, damit ich nicht immer zurückspulen muss. Der Song lief quasi nonstop in der Dauerschleife, während ich mit dem Rad durch die Gegend gefahren bin.
Kerstin Ott – „Crossroads“ von Tracy Chapman auf YouTube
Ich erinnere mich noch an eine ganz witzige Situation. Einmal habe ich den Hit ganz besonders gefühlt und ihn so laut mitgesungen, dass mir ein Mofafahrer auf die Schulter geklopft hat und ich mich tierisch erschrocken habe, weil ich ihn ja nicht gehört habe. Worüber sich heute noch Leute in der Öffentlichkeit beschweren, also, dass junge Menschen nur noch mit Kopfhörern herumlaufen und nichts mitbekommen, gab es früher auch schon. Wir reden von dem Ende der 1980er Jahre. ‚Crossroads‘ ist 1989 erschienen.
Der Hit hat auch über 40 Jahre später immer noch einen festen Platz in meiner Playlist und ich freue mich immer, wenn der gespielt wird, weil er mich an eine unbeschwerte Zeit erinnert. Gleichzeitig holt mich der Song immer ein wenig runter, wenn es im Leben mal schwierig oder wild wird. Solche Momente gibt es ja immer mal wieder.
Damals habe ich auf jeden Fall gedacht, dass ich unbedingt auch gerne solche politische Stellungnahmen setzen möchte, so wie Tracy Chapman es getan hat. Ich fand das immer sehr bemerkenswert und toll, wie sie solche ernsten Themen in ihrer Kunst verarbeitet hat.
Zudem finde ich auch einfach, dass Tracy Chapman eine großartige und hervorragende Stimme hat, die sehr viel Ruhe und Tiefe vermittelt. Außerdem integriert sie viel Gitarre in ihren Liedern. Das wirkt dann sehr melodisch und balladig – also nicht zu wild, das mag ich immer gerne."
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