Ladensterben: Nachfolge dringend gesucht

Im Gespräch am Laden: Bürgermeister Horst Siebke und Geschäftsinhaberin Dagmar Eisenmann.
Dietmar PuttinsSeit Oktober 2005 hatte Dagmar Eisenmann ihr Geschäft mit Post-Service, Lotto-Annahme, Zeitung-, Schreibwaren- und Geschenkartikelverkauf sowie einem Kleiderreinigung-Service betrieben. Aus privaten Gründen hört sie auf. Durch einen Aushang an ihrem Laden und Mundpropaganda im Ort hatten sich sehr wohl Interessenten bei ihr gemeldet, erzählt sie, „aber viele stellen es sich zu einfach vor“, so ihr Eindruck. Einige der Interessenten hätten sich noch nicht zurückgemeldet. Ihr Gefühl sagt ihr, dass das wohl so bleiben wird.
Brieskow-Finkenheerds ehrenamtlicher Bürgermeister Horst Siebke bedauert die Entwicklung. Er hofft, dass es noch gelingt, Dagmar Eisenmanns Geschäft durch eine Nachfolgeregelung zu retten. „Ich wünsche mir, dass im Moment in diesem Dorfzentrum alles so bleibt, wie es ist und eventuell ein paar kleine Läden, die für die Nahversorgung wichtig sind, dazukommen“, sagt er. „Was ich mir gut vorstellen kann, wäre ein kleiner Tante-Emma-Laden, wo man Waren des täglichen Bedarfs kaufen kann. Vielleicht aber hat hier in der Gemeinde jemand noch eine Idee, ob diese große leerstehende Gewerbefläche, in dem der Nahkauf-Supermarkt drin war, einer neuen Nutzung zugeführt werden kann.“
Die Geverka Gesellschaft für Immobilien- und Grundstücksverwaltung mbH mit Sitz in Berlin verwaltet und vermarktet das kleine Einkaufszentrum in Brieskow-Finkenheerd. Von der MOZ auf die Situation vor Ort angesprochen, erklärte Geverka-Geschäftsführer Michael Heidenreich, sich mit dem Immobilien-Eigentümer in Verbindung zu setzen.